Sozialer Wohnungsbau

Der Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum ist groß. Aus diesem Grund investiert die HIK in den sozialen Wohnungsbau. Die HIK möchte bezahlbaren Wohnraum schaffen, der nachhaltig und zukunftsweisend ist. Die HIK will verantwortungsvoll  für ihre Mieter handeln und die Daseinsfürsorgepflicht der Gemeinde Haßloch unterstützen. Daher hat sich die Haßlocher Immobiliengesellschaft dem Kodex der südwestdeutschen Wohnungswirtschaft angeschlossen.

Projekt Langgasse 61

Kurz nach Ausbruch der Corona-Pandemie im Mai 2020 wurde das Haushofanwesen in der Langgasse 61 in der Ortsmitte gekauft, mit dem Ziel, dort 10 Wohneinheiten für den sozialen Wohnungsbau zu schaffen. Das Projekt ist ein nicht ganz einfaches Unterfangen, da es sich um keinen Neubau auf der grünen Wiese handelt, sondern um einen Um- und Neubau im Bestand unter Beteiligung des Denkmalschutzes. Der große Vorteil des Anwesens ist die zentrale Lage in unmittelbarer Nähe zum Ortskern mit kurzen Wegen zu Einrichtungen des täglichen Bedarfs. Außerdem findet mit dem Um- und Neubau im Bestand keine weitere Flächenversiegelung statt.


Stand September 2026

Wohnbauprojekt in der Langgasse 61 nimmt weiter Gestalt an

In der Langgasse 61 entsteht derzeit ein wichtiges Wohnbauprojekt der Haßlocher Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, kurz HIK. Die HIK ist ein Tochterunternehmen der Gemeinde Haßloch und kümmert sich unter anderem um die Verwaltung, Sanierung und Entwicklung gemeindeeigener Immobilien und Grundstücke.


Sozialer Wohnungsbau im Ortskern

Das frühere Haushofanwesen in der Ortsmitte wurde im Mai 2020 mit dem Ziel erworben, dort zehn Wohneinheiten für den sozialen Wohnungsbau zu schaffen. Das Bauvorhaben wird durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) mitgefördert. Die Förderung erfolgt im Rahmen der sozialen Mietwohnraumförderung und unterstützt die Schaffung von Wohnraum für Haushalte mit geringem Einkommen sowie für Haushalte mit Einkommen über der Einkommensgrenze.

Das Vorhaben ist deutlich komplexer als ein klassischer Neubau auf einer freien Fläche. Bei der Langgasse 61 handelt es sich um ein historisches Haushofanwesen im Bestand, das unter Beteiligung des Denkmalschutzes um- und neugebaut wird. Erhaltenswerte Elemente, bauliche Schäden, moderne Wohnanforderungen, Barrierefreiheit und Wirtschaftlichkeit müssen dabei miteinander in Einklang gebracht werden.

„Mit dem Projekt in der Langgasse schaffen wir dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum mitten im Ort. Gleichzeitig gehen wir bewusst den anspruchsvolleren Weg, vorhandene Strukturen zu nutzen und weiterzuentwickeln, statt zusätzliche Fläche in Anspruch zu nehmen“, sagt HIK-Geschäftsführer Claus Wolfer.


Änderungen im Bauverlauf

Das Fachwerkhaus zur Straße hin sollte ursprünglich erhalten bleiben. Im rückwärtigen Bereich wurden der Mittelbau und die Scheune abgerissen und durch Neubauten ersetzt.

Während des Rückbaus zeigte sich allerdings, dass große Teile der Bausubstanz im Gebäude zur Langgasse hin deutlich maroder waren als zunächst angenommen. Eine Sanierung in der ursprünglich geplanten Form wäre wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen. In enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde wurde deshalb ein umfangreicherer Rückbau mit anschließendem Wiederaufbau festgelegt. Die Straßenfassade bleibt dabei erhalten.

Diese zusätzlichen Abstimmungen und baulichen Anpassungen haben den Projektverlauf verlängert. Sie waren jedoch notwendig, um den besonderen Anforderungen des historischen Haushofanwesens gerecht zu werden und zugleich eine tragfähige Lösung für den sozialen Wohnungsbau zu schaffen.


Aktueller Stand und weiterer Zeitplan

Im rückwärtigen Bereich sind die Neubauten bereits deutlich vorangeschritten. Dort arbeiten derzeit die Technik- und Ausbaugewerke. Beim Gebäude zur Langgasse hin soll die Gebäudehülle nach derzeitiger Planung im Herbst beziehungsweise Winter 2026 fertiggestellt werden. Anschließend können über die Wintermonate die weiteren Ausbauarbeiten beginnen.

Entstehen sollen insgesamt zehn Wohnungen im sozialen Wohnungsbau, darunter auch rollstuhlgerechte und barrierefreie Wohnungen. Damit richtet sich das Projekt an Menschen, die auf bezahlbaren und gut erreichbaren Wohnraum angewiesen sind. Zugleich wird durch den Um- und Neubau im Bestand keine zusätzliche Fläche versiegelt.

Die HIK und die Gemeinde Haßloch bitten weiterhin um Verständnis für die mit der Baustelle verbundenen Einschränkungen. Nach aktuellem Zeitplan sollen die zehn Wohnungen im Herbst 2027 bezugsfertig sein.


Stand Mai 2024

Karin Alter-Hormes und Carsten Borck besuchten kürzlich die Baustelle in der Langgasse 61, um den aktuellen Baufortschritt zu begutachten. Seit Anfang des Jahres wird hier an der Errichtung von zehn Wohneinheiten gearbeitet, darunter mehrere barrierefreie Wohnungen für Personen mit Gehbeeinträchtigungen. Die Roharbeiten stehen kurz vor dem Abschluss.

Im weiteren Verlauf der Arbeiten zeigte sich jedoch, dass die Bausubstanz im Gebäude zur Langgasse hin deutlich maroder war als zunächst angenommen. Dadurch musste der Bauverlauf in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde angepasst werden. Nach aktuellem Zeitplan sollen die zehn Wohnungen im Herbst 2027 bezugsfertig sein.


Förderung durch die ISB
Mit der im August 2023 getätigten Förderzusage der Investitions- und Strukturbank (ISB) hat das Vorhaben Langgasse 61 seine nächste Hürde genommen. Die ISB gewährt der Haßlocher Immobiliengesellschaft für das Bauvorhaben ein Darlehen in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro. Die Tilgungssumme liegt bei rund 1 Million Euro. Das bedeutet, dass die HIK lediglich knapp 1,1 Millionen Euro des Darlehens zurückzahlen muss. Das Darlehen ist die ersten zehn Jahre zinsfrei, danach müssen pro Jahr 0,5 Prozent bezahlt werden. Im Gegenzug ist die HIK verpflichtet, die entstehenden Wohnungen mindestens 25 bzw. 30 Jahre für den Sozialen Wohnungsbau vorzuhalten.

Mit der Förderzusage kann nun nach Mitteilung der HIK-Geschäftsführerin Karin Alter-Hormes die Ausschreibung und Vergabe der ersten Arbeiten in Angriff genommen werden. Zunächst soll der denkmalgeschützte Torbogen des Anwesens in der Langgasse 61 abgebaut, eingelagert und später wieder im Original aufgebaut werden. Das Fachwerkhaus zur Straße bleibt erhalten, der rückwertige Mittelbau sowie die Scheune werden abgerissen und sollen Neubauten weichen. Die Kubatur des Haus-Hof-Anwesens soll in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde erhalten bleiben.


In der Langgasse 61 sollen 10 Wohneinheiten für den sozialen Wohnungsbau geschaffen werden.



Um unsere Website für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.