Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 20. September 2026, um 10:30 Uhr mit einem besonderen Gottesdienst. Weihbischof em. Otto Georgens feiert den Gottesdienst gemeinsam mit Pater Philipp Öchsner CO, Pater John Perumannikala Alexander MCBS und Msgr. Elizeo Ovure.
Bürgermeister Tobias Meyer spricht im Rahmen des 65-jährigen Partnerschaftsjubiläums mit Viroflay über Europa und den Frieden.
Alle Menschen – unabhängig von Konfession oder Religion – sind zu diesem Gottesdienst herzlich eingeladen. Im Anschluss findet ein gemeinsamer Umtrunk statt.
Franz Stock steht wie kaum eine andere Persönlichkeit für Menschlichkeit und Versöhnung zwischen Deutschen und Franzosen. Der 1904 in Arnsberg-Neheim geborene Priester setzte sich bereits früh für die Verständigung zwischen den Völkern und insbesondere für die deutsch-französische Jugend ein.
Während der nationalsozialistischen Besatzung wurde Stock Seelsorger der Gefängnisse von Paris und der Hinrichtungsstätte Mont Valérien. Dort begleitete er mehr als tausend zum Tode Verurteilte auf ihrem letzten Weg. Zugleich unterstützte er, soweit es ihm möglich war, die Angehörigen der Gefangenen und warnte Widerstandskämpfer vor drohenden Gefahren.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte Stock sein Wirken für ein neues Europa fort. Im Kriegsgefangenenlager Le Coudray bei Chartres gründete und leitete er von 1945 bis 1947 das sogenannte „Stacheldrahtseminar“, in dem rund 1.000 deutschsprachige Priester und Seminaristen auf ihre Aufgaben in einem neuen Europa vorbereitet wurden.
Die Ausstellung zeigt wichtige Stationen seines Lebens und macht deutlich, weshalb Franz Stock bis heute als Symbol für Versöhnung und Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich gilt. In Frankreich wurde er unter anderem als „L’Aumônier de l’enfer“ – „Der Seelsorger der Hölle“ – und „L’Archange en enfer“ – „Der Erzengel in der Hölle“ – bezeichnet.
Nach der Präsentation in der St. Gallus-Kirche wird die Ausstellung an weiteren Orten in Haßloch gezeigt:
Weitere Ausstellungsorte:
- 5. bis 19. Oktober 2026: Rathaus Haßloch, Foyer
- 19. Oktober bis 2. November 2026: Siebenpfeiffer Realschule plus Haßloch, Mehrzweckraum
- 2. bis 16. November 2026: Hannah-Arendt-Gymnasium Haßloch, Aula
Die Ausstellung wird von der Gemeindeverwaltung Haßloch, der Pfarrei Hl. Klara von Assisi, dem Partnerschaftsbeirat und dem Arbeitskreis Viroflay veranstaltet.
Kontakt:
Jürgen Vogt
Vorsitzender AK Viroflay
Langgasse 90a
67454 Haßloch
Telefon: 06324 9298851
Mobil: 0171 7786663
E-Mail:
