
Die Taschengeldbörse bringt junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren mit Seniorinnen und Senioren zusammen, die Unterstützung bei kleineren Alltagsaufgaben benötigen. Vermittelt werden ausschließlich einfache, ungefährliche und gelegentliche Tätigkeiten, etwa das Herausstellen der Mülltonne, das Kehren von Hof oder Gehweg, das Auf- oder Abhängen von Vorhängen, das Tragen von Blumentöpfen oder das Bereitstellen von Gartenmöbeln.
Für viele Menschen sind solche Arbeiten selbstverständlich und problemlos zu bewältigen. Für andere stellen sie jedoch eine große Herausforderung dar. Hier setzt die Taschengeldbörse an: Jugendliche übernehmen gelegentlich kleinere Nachbarschaftshilfen und erhalten dafür als Anerkennung ein Taschengeld von mindestens fünf Euro pro Stunde. So profitieren beide Seiten: Seniorinnen und Senioren erhalten Unterstützung, Jugendliche können sich in ihrer Freizeit etwas dazuverdienen.
Die Vermittlungsstelle befindet sich im Seniorenbüro im Rathaus. Dort wird mit beiden Seiten abgestimmt, ob die Voraussetzungen passen. Eine Einverständniserklärung der Eltern ist erforderlich. Es handelt sich ausschließlich um geringfügige Hilfeleistungen, die gelegentlich und unregelmäßig aus Gefälligkeit erbracht werden. Ein Arbeitsverhältnis wird nicht begründet. Im Gegensatz zu einem klassischen Nebenjob steht nicht der Verdienst im Vordergrund. Vielmehr werden zusätzliche Mehrwerte geschaffen, da die Jugendlichen neben einem kleinen Taschengeld auch ihre Sozialkompetenz stärken.
„Die Taschengeldbörse leistet einen wichtigen Beitrag, ein gegenseitiges Verständnis zwischen den Generationen aufzubauen und das soziale Engagement im Ort zu steigern", zeigt sich Beate Gebhard-Diehl aus dem Seniorenbüro überzeugt. Seit dem Start der Taschengeldbörse konnten bereits zahlreiche Jugendliche sowie Seniorinnen und Senioren vermittelt werden. Teilweise sind daraus freundschaftliche Verbindungen entstanden, die bis heute bestehen.
„Mit Begleitung des Seniorenbüros entstand im Jahr 2013 bereits die Tauschbörse für Dienstleistungen, und wir freuen uns, dass sich mit der Taschengeldbörse ein weiteres Projekt im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements im Dorf etabliert hat", ergänzt der zuständige Beigeordnete Ralf Trösch.
Die Jugendlichen sollten über eine private Haftpflichtversicherung verfügen, die in der Regel über die Familienversicherung der Eltern besteht. Die Gemeinde empfiehlt, den bestehenden Versicherungsschutz vor Aufnahme der Tätigkeit zu prüfen. Die Nutzungsbedingungen der Taschengeldbörse sind unter www.hassloch.de/senioren einzusehen. Dort stehen auch die Anmeldeformulare für Suchende und Anbieter zur Verfügung.
Weitere Auskünfte erhalten Interessierte vormittags im Seniorenbüro bei Beate Gebhard-Diehl unter Tel. 06324/935-359 oder per E-Mail an .