Haßlocher Aktionen und Initiativen

Für die Haßlocher Bürger und andere Interessierte bietet sich immer wieder die Chance, an Aktionen und Vorträgen der Gemeinde zum Thema Klima, Energie und Umwelt teilzunehmen bzw. diese zu besuchen. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über laufende sowie bereits vergangene Aktionen.

  • Die Heizkessel-Austauschkampagne "Der Alte muss raus"

Über 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines Haushaltes in einem OECD-Land wird für das Heizen aufgewendet. Daher muss man an diesem Punkt ansetzen, wenn man einen relevanten Beitrag zur Energieeinsparung und zur Reduzierung des persönlichen Energieverbrauchs leisten will. Daher hat der Beirat in Zusammenarbeit mit Haßlocher Heizungsinstallateuren die Heizkessel-Austauschkampagne „Der Alte muss raus!“ ins Leben gerufen. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft der Gemeinde.

Der Startschuss für die Kampagne fiel am 18. April 2018 mit einer Informationsveranstaltung im Ratssaal des Rathauses. Sie läuft bis zum 30. April 2019. Durch die Aktion haben Haßlocher Hauseigentümer neben den bundesweiten Fördermöglichkeiten der BAFA, KfW einen zusätzlichen, lokalen Anreiz, sich der Notwendigkeit eines Austausches veralteter Heizungsanlagen zu stellen, und erhalten je nach Anlage eine zusätzliche Förderung von bis zu 750 Euro.

Flyer zur Heizkessel-Austauschkampagne

Broschüre: Welche Heizung passt zu meinem Haus?

Vortrag: Klimaschutz und Energiewende - von global zu lokal


  • Kostenlose EngerieChecks der Verbraucherzentrale

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale unterstützt Hausbesitzer und Mieter mit vier verschiedenen Energie-Checks beim Energiesparen. In der Gemeinde Haßloch erfahren Verbraucherinnen und Verbraucher eine besondere Unterstützung: Die Energie-Checks der Verbraucherzentrale sind dank einer Finanzspritze der Gemeinde Haßloch bis auf weiteres kostenlos. Normalerweise ist ein finanzieller Eigenanteil fällig. Mieter und Hausbesitzer können einen Basis-, Gebäude-, Heiz- und Solarwärme-Check  machen lassen.

Den Basis-Check können sowohl Mieter als auch bei Hausbesitzer durchführen lassen. Ein Energieberater der Verbraucherzentrale kommt ins Haus und nimmt den Energieverbrauch für Strom und Heizung auf. Er überprüft auch, ob Stromfresser vorhanden sind und welche kleineren Maßnahmen, wie Austausch von Fensterdichtungen oder Dämmung von Heizkörpernischen sinnvoll sind.

Im Gebäude-Check für Hausbesitzer ist der Basis-Check bereits enthalten. Darüber hinaus schaut sich der Berater die Gebäudehülle sowie die Heizungsanlage an. Er prüft darüber hinaus, ob das Gebäude für erneuerbare Energien geeignet ist.

Für alle Verbraucher, die sich in der Vergangenheit bereits Solaranlagen für Warmwasser und zur Heizungsunterstützung auf ihr Dach gesetzt haben, eignet sich der Solarwärme-Check. Bei diesem überprüfen die Verbraucherschützer die Energieausbeute und das Optimierungspotential der Anlagen.

Der vierte kostenlose Energie-Check für alle Bewohner der Gemeinde Haßloch ist der sogenannte Heiz-Check. Dieser wird im Betrieb der Anlage während der Heizperiode durchgeführt. Die Energie-Experten der Verbraucherzentrale kontrollieren dabei die Effizienz des Heizsystems und geben Tipps zur Optimierung.

Das Bundeswirtschaftsministerium übernimmt einen Großteil der Kosten. Der Eigenanteil von Mietern und Hausbesitzern liegt je nach Energie-Check bei 10 bis 40 Euro. Diesen Eigenanteil übernimmt bis zum 31. Dezember 2018 die Gemeinde Haßloch. Anmeldungen für die Energie-Checks sind bei der  Verbraucherzentrale unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 60 75 600 oder beim Umweltbeauftragten der Gemeinde Haßloch, Michael Müller, unter 06324 / 935 271 möglich.

Flyer zu den kostenlosen EnergieChecks


  • Kommunales Energiemanagement - Energetische Sanierung der Rathausbeleuchtung

Zwei Ziele hatte die Anfang des Jahres 2017 begonnene Sanierung der elektrischen Beleuchtungsanlage des Rathauses der Gemeinde: Nicht nur sollten künftig Energie und Energiekosten gespart werden, sondern es sollte auch eine den aktuellen Anforderungen genügende Art der Beleuchtung (Stichwort: möglichst geringe Blendung bei Bildschirmarbeitsplätzen) und eine ausreichende Lichtstärke an den Arbeitsplätzen im Rathaus erreicht werden. Gefördert wurde die Maßnahme im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ (NKI) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Förderrichtlinie verlangte, dass durch die Maßnahme nicht nur im erheblichen Umfang Energie eingespart werden sollte, sondern es mussten auch strenge wirtschaftliche Rahmenbedingungen erfüllt werden. Dies verlangte angesichts der Tatsache, dass die vorhandene Beleuchtung nicht einmal die Hälfte der Lichtleistung lieferte, wie dies die aktuelle Richtlinie für Bildschirmarbeitsplätze fordert, von den beteiligten Planern (Bauabteilung/ Umweltbeauftragter und Büro Prinz, Haßloch) fast die Quadratur des Kreises. Dank Ausschöpfung aller technischen und finanziellen (Einspar-)Möglichkeiten gelang dies aber schließlich.

Umgesetzt wurde die Maßnahme nach Ausschreibung der Arbeiten und Submission durch den BVE-Ausschuss. Wie geplant, wurden ca. 380 Lichtpunkte (vorwiegend mit Leuchtstoffröhren bestückte, ungeregelte Deckeneinbauleuchten) durch mit neuen, elektronisch geregelten LED-Anbauleuchten ausgestattet. Die Regelungstechnik berücksichtigt einerseits die Anwesenheit von Menschen in den Büros, Besprechungszimmern und sonstigen Räumen und andererseits die Menge des vorhandenen, natürlichen Lichts und steuert dementsprechend die neuen Leuchten. Bei der Sanierung konnte die Anzahl der Leuchten gegenüber den vorhandenen Lichtpunkten aufgrund der höheren Lichtleistung der neuen LED-Leuchten auf ca. 290 Stück reduziert werden. Aufgewendet wurden für die Maßnahme ca. 104.000 €. Im Rahmend der NKI (siehe oben) wurde ein Zuschuss in Höhe von ca. 24.000 € signalisiert. Neben der nun normgerechten Beleuchtung der Arbeitsplätze wird eine erhebliche Einsparung von Energie bei der Beleuchtung erwartet.