Gemeinde fördert private Begrünungsmaßnahmen

Die Gemeinde Haßloch fördert die Umsetzung von Begrünungsmaßnahmen zur Entsiegelung auf privaten Grundstücken mit bis zu 500 Euro. Entsprechende Förderanträge zur Umsetzung von unterschiedlichen Begrünungsmaßnahmen können ab sofort gestellt werden.

Eine entsprechende Förderrichtlinie zur Unterstützung von Begrünungsmaßnahmen haben die Mitglieder des Feld-, Wald- und Umweltschutzausschusses einstimmig verabschiedet. Für das Doppelhaushaltsjahr 2021/2022 steht eine Fördersumme von insgesamt 80.000 Euro zur Verfügung.

Die Förderung soll private Haushalte zur Eigeninitiative anregen und zu einer Entsiegelung beitragen, um dem aktuellen Trend der Versiegelung und Schotterung von Flächen (vor allem bei Vorgärten) entgegenzuwirken. „Die durchgeführten Messfahrten im Rahmen des Projekts Klimawandelanpassungscoach im September 2020 hatten gezeigt, dass der Haßlocher Ortskern eine schlechte Kaltluftzufuhr aufweist“, so die Umweltbeauftragte Hannah Bolz. Daher sei es wichtig, den innerörtlichen Grünanteil zu erhöhen. „Einfach gesagt: Je grüner Haßloch ist, desto besser sind wir gegenüber Hitze geschützt, da durch die Begrünung von Dächern, Vorgärten und Gebäuden eine natürliche Klimaanlage geschaffen wird“, so Bolz weiter. Gleichzeitig unterstützt die Erhöhung des Grünanteils die Artenvielfalt.

Haßlocher, die entsprechende Begrünungsmaßnahmen zur Entsiegelung oder Dach- und Fassadenbegrünung auf ihrem eigenen Grundstück planen, können bei der Gemeinde eine Förderung beantragen. Der Zuschuss für förderfähige Maßnahmen beläuft sich auf 50 Prozent der Gesamtkosten bzw. maximal 500,00 Euro je Antrag. Antragsberechtigt sind private Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, aber auch Mieterinnen und Mieter mit schriftlicher Einverständniserklärung der Eigentümerin bzw. des Eigentümers. „Wir möchten mit der Förderung einen Anreiz für Privatleute schaffen und dazu animieren, einen Beitrag zur Verbesserung des Kleinklimas zu leisten“, so der Erste Beigeordnete Carsten Borck.

Die vom Feld-, Wald- und Umweltschutzausschuss verabschiedete Förderrichtlinie sowie die entsprechenden Förderanträge können nachfolgend heruntergeladen werden:

Anträge können bis zum 30.06.2022 direkt an das Umweltdezernat der Gemeindeverwaltung gerichtet werden, das nach Prüfung über die Gewährung des Zuschusses entscheidet. Eine Fortsetzung der Förderung über die Haushaltsjahre 2021/22 hinaus wird angestrebt. Daher sollen - unter Vorbehalt der Zustimmung der gemeindlichen Gremien - entsprechende Mittel auch für 2023/24 eingestellt werden.

Steingärten gegen Naturgärten:
Von Naturgärten profitieren nicht nur das Klima, sondern auch die Tier- und Pflanzenwelt.

Um unsere Website für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.