Ehrenamtliche Hilfsangebote vor Ort

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie engagieren sich deutschlandweit eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürger und unterstützen Menschen, die in diesen Tagen Hilfe brauchen. Auch in Haßloch haben sich in kürzester Zeit verschiedene Initiativen und Projekte gebildet.

Corona-Hilfe Haßloch:

Die Zahl der Menschen, die in Folge der Corona-Pandemie ans Haus gebunden sind, wächst. Dabei handelt es sich um Personen, die zur Risikogruppe gehören – also Ältere, Kranke oder Hilfebedürftige. Ebenso Menschen, die erkrankt sind oder unter Quarantäne stehen, können das Haus nicht verlassen. Parallel wächst aber auch die Zahl der Freiwilligen, die genau diese Menschen unterstützen möchten. Landesweit hört und liest man inzwischen von Ehrenamtlichen, die sich über das Internet oder Telefonketten vernetzen und engagieren. Auf ähnlichem Weg ist in Haßloch auch die Coronahilfe Haßloch entstanden. Auf Initiative von Sarah Neeland ist eine Facebook-Gruppe gegründet worden, in der sich Menschen aus der Nachbarschaft zur ehrenamtlichen Hilfe zusammengetan haben.

Inzwischen ist die Internetseite www.coronahilfe-hassloch.de online, auf der ehrenamtliche Helfer und Hilfesuchende zusammengebracht werden. Freiwillige können ihre Hilfe anbieten und Menschen, die Unterstützung brauchen, können ihre Hilfegesuche aufgeben. Die Vermittlung übernehmen die Köpfe hinter Coronahilfe Haßloch: Sarah Neeland, Jessi Asel und Thomas Störzner. Derzeit werden durch die freiwilligen Helfer beispielsweise Einkäufe erledigt, Botengänge übernommen und der Hund Gassi geführt. „Sämtliche Hilfsangebote sind ehrenamtlich organisiert und somit komplett kostenlos“, versichert Sarah Neeland.

Ansprechpartner bei Coronahilfe Haßloch sind:

Sarah Neeland (0160/95088741)
Jessi Asel (0159/06296327)
Thomas Störzner (0157/30461577)

Erreichbar sind sie montags bis freitags zwischen 09:00 und 12:00 sowie zwischen 14:00 und 18:00 Uhr und samstags zwischen 10:00 und 13:00 Uhr.


Tafel geschlossen - Lebensmittelretter übernehmen Ersatzabholung:

Die Tafel Neustadt-Haßloch e.V. hat im Zuge der Corona-Pandemie zum 16.03.2020 ihre Tafelläden in Neustadt und Haßloch bis auf weiteres geschlossen. „Durch die Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sah man sich zu diesem Schritt gezwungen“, informiert die Tafel auf ihrer Homepage. Damit die Versorgung der Tafelkunden trotzdem aufrechterhalten werden kann, haben die Lebensmittelretter Pfalz in Absprache mit der Tafel Neustadt-Haßloch eine Tafelersatzabholung organisiert. Sie fahren in eigener Verantwortung Betriebe und Supermärkte an, sammeln dort die nicht mehr verwendeten Lebensmittel ein und bieten den Tafelkunden bei Bedarf eine entsprechende Versorgung mit Grundnahrungsmitteln an.

„Auch wir sind in der aktuellen Situation darauf bedacht, persönliche Kontakte und Menschenansammlungen zu vermeiden“, erklärt Anna Krämer von den Lebensmittelrettern aus Haßloch. Daher erfolgt die Lebensmittelverteilung nicht über eine zentrale Anlaufstelle in Form eines Ladens, sondern wird weitestgehend via Telefon abgewickelt. Kunden der Tafel können sich telefonisch an die Lebensmittelretter wenden. In dem Gespräch wird der Bedarf abgeklärt, eventuelle Lebensmittelunverträglichkeiten erfragt und anhand der Informationen ein Paket zusammengestellt. Die Tafelkunden können das gepackte Paket dann zu einem vereinbarten Zeitpunkt bei den Lebensmittelrettern abholen. „Auch hierbei wird auf einen entsprechenden Abstand geachtet, um für die Lebensmittelretter selbst, aber auch für die Tafelkunden ein potentielles Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten“, so Krämer weiter.

„Allein in Haßloch nutzen rund 120 Haushalte mit etwa 400 Personen das Angebot der Tafel. Ohne den Einsatz der Lebensmittelretter würde dieses Angebot der Versorgung bedürftiger Menschen vorübergehend wegfallen“, so der Erste Beigeordnete Tobias Meyer. Die Gemeinde begrüßt daher das Engagement der Lebensmittelretter. Es sei ein schönes Beispiel dafür, wie Menschen sich auch in außergewöhnlichen Situationen untereinander vernetzen und sich gegenseitig helfen, so Meyer weiter.

Kunden der Tafel müssen sich bei Bedarf an die Lebensmittelretter aus Haßloch wenden, da die Tafel keine Daten von Kunden weitergeben darf. Ansprechpartnerinnen bei den Lebensmittelrettern sind Anna Krämer (0176-63100357) und Sondra Keller (0173-6157129).


DRK-Einkaufsfreund des DRK Haßloch-Meckenheim e.V.:

Der DRK Ortsverein Haßloch-Meckenheim e.V. bringt ab sofort Helferinnen und Helfer sowie Hilfesuchende in Haßloch und Meckenheim zusammen. Marcel Zahn, DRK-Projektleiter in der Gemeinschaft Wohlfahrts- und Sozialarbeit, hat die Idee des DRK-Einkaufsfreund entwickelt. Mittels Email, Facebook oder Telefon werden Hilfesuchende und Helfer zusammengebracht, die Besorgungen wie Einkauf, Arzt- oder Apothekengänge aber auch „Gassi gehen“ oder Botendienste kostenfrei erledigen. „Unsere Helfer sind Unfall-, Dienstreise- und Haftpflichtversichert“, so Zahn.

Des Weiteren können die Hilfesuchenden sich an einem Einzugsverfahren beteiligen, um somit sicherzustellen, dass kein Bargeld in die Hand genommen werden muss. Das DRK tritt dabei in Vorleistung und kümmert sich um die Abrechnung nach dem Einkauf. Der Kontakt ist unkompliziert über Tel: 06324/9235822 (Weiterleitung / AB) oder möglich.  


Das „Miteinander sprechen“-Telefonangebot von Peter Ruffer (Haßloch):

Der Haßlocher Peter Ruffer möchte Menschen, welche sich in dieser Zeit alleine, verunsichert, angstvoll oder verloren fühlen mit dem „Miteinander sprechen“-Telefon ein Gesprächsangebot machen. Es geht ums Reden und Zuhören – man soll wissen, dass man nicht allein ist. Peter Ruffer ist in Haßloch bekannt als Theaterpädagoge und Vorsitzender des WwP-Theater. In dieser außergewöhnlichen Zeit möchte er nach eigener Aussage einfach seine Hilfe anbieten.

Das „Miteinander sprechen“-Telefonangebot kann kostenlos genutzt werden und ist erreichbar unter 0176-64676114 (es entstehen die gängigen Kosten für das Telefonieren im Mobilfunknetz). 


Einkaufshelden – Auch JU Haßloch mit an Bord:

Die Einkaufshelden sind eine Aktion der Jungen Union Deutschland zum Schutze und zur Unterstützung von Risikogruppen vor dem Coronavirus. Hierbei geht es darum, dass junge und gesunde Menschen den Einkauf für Hilfesuchende übernehmen.

Gesunde, jüngere Menschen und Hilfesuchende können sich auf der Homepage www.die-einkaufshelden.de registrieren. Dort vermittelt die Junge Union dann die Nachbarschaftshilfe. „Diese Aktion ist parteiunabhängig. Jeder kann mitmachen", so der stellvertretende JU-Vorsitzende aus Haßloch, Nico Scheurer. Bei Fragen ist die Junge Union vor Ort erreichbar unter 


EDEN - Hilfsangebot der Prot. Kirchengemeinde Haßloch:

Die Evangelische Kirchengemeinde in Haßloch hat haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende eingeladen, sich für das Evangelisch-Diakonische-Ermutigungs-Netz (EDEN) zu engagieren. Inzwischen fanden sich einige Helferinnen und Helfer, die in Zeiten der sozialen Distanzierung gerne aushelfen und Hilfesuchenden bei Bedarf unter die Arme greifen. Zu den Hilfsangeboten zählen

  • Einkäufe von Lebensmitteln oder Medikamenten
  • Telefongespräche der Ermutigung
  • Hausaufgabenhilfe am Telefon
  • Telefon-Gebet, wenn das Beten alleine schwer fällt
  • Telefongeschichten für Kinder

Wer die Hilfe der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Prot. Kirchengemeinde Haßloch im Rahmen des Projektes EDEN in Anspruch nehmen möchte, kann sich telefonisch im Gemeindebüro unter  06324 -921810 oder per Mail an gemeindebuero.hassloch.@evkirchepfalz.de melden. „Wir wollen ein Stückchen EDEN in unsere aus den Fugen geratenen Welt bringen“, so das Team der Kirchengemeinde.


Landkreis stellt Liste mit ehrenamtlichen Hilfsangeboten zusammen:

Der Landkreis Bad Dürkheim erarbeitet inzwischen eine Liste mit ehrenamtlichen Hilfsangeboten, die sich im Zuge der Corona-Pandemie gebildet haben. Diese Liste ist über die Homepage des Landkreises www.kreis-bad-duerkheim.de abrufbar und soll fortlaufend ergänzt werden. Die Erstellung der Liste hat die erste Gemeindeschwester plus im Landkreis, Vera Götz, übernommen. 

Hilfsangebote für die kreisweite Liste können an Vera Götz (Gemeindeschwester Plus) gerichtet werden. Sie Sie ist per Mail an  oder telefonisch unter 0151/189 76 130 (Mo, Mi- Fr) erreichbar.

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