Arbeiten unter Volldampf rund um die Uhr
Wiederaufbau des Dosenwerks von Ball Packaging läuft auf Hochtouren - Produktionsstart am 1. April geplant
Hochbetrieb beim Wiederaufbau des Haßlocher Getränkedosenwerks von Ball Packaging: Rund 250 Arbeitskräfte, darunter eine Vielzahl von Spezialisten, sind bemüht, dass das Unternehmen den Termin des zum 1. April geplanten Produktionsstarts einhalten kann.
„Wir arbeiten unter Volldampf teilweise rund um die Uhr", sagte Betriebleiter Lorenz Piegl im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Ein verheerender Brand hatte am 1. April 2006 die Produktionsanlagen zerstört (wir berichteten mehrfach).
„Derzeit werden unter Hochdruck in der neuen Produktionshalle die letzten Fundamente für die Fertigungsmaschinen eingerichtet und der Estrich aufgebracht. Dann beginnen wir umgehend mit der Aufstellung der Maschinen von denen die ersten bereits eingetroffen sind", gibt sich Piegl „angespannt, aber hoffnungsvoll".
Ab Februar werden wieder alle Haßlocher Mitarbeiter vor Ort sein, „weil sie als Spezialisten hier gebraucht werden, um den Betrieb wieder zum Laufen zu bringen", so der Betriebsleiter. Zurzeit sind noch rund 50 Mann der Stammbesetzung in anderen europäischen Werken von Ball beschäftigt. Wenn der geplante Anlauftermin jedoch gehalten werden solle, brauche man „demnächst wieder jede Hand" für die Installation der Maschinen.
Begonnen werde mit einer Produktlinie und der Herstellung von 0,33-Liter-Dosen. Piegl weiter: „Wenn alles gut läuft, können wir ab dem 1. April täglich vier Millionen Dosen herstellen, was einer jährlichen Gesamtproduktion von 1,3 Milliarden Dosen entspricht." Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der zweiten Produktlinie, auf der 0,5-Liter-Dosen gefertigt werden.
In Haßloch werden dann 165 Mitarbeiter beschäftigt sein, rund 25 weniger als vor dem Brand. Ein entsprechender Sozialplan für die technisch bedingte Reduzierung läuft bis Ende 2007.
Piegl zeigt sich erfreut darüber, dass sich die Getränkedose auf dem deutschen Markt wieder auf einem „aufsteigenden Ast" befinde. Auf dem europäischen Markt sei sogar ein regelrechter Boom festzustellen. Dass der Konzern nach der Brandkatastrophe beschlossen habe, das Werk Haßloch für rund 75 Millionen Euro wieder aufzubauen, begründete Piegl so: „Haßloch liegt im europäischen Markt relativ zentral, und wir sind bekannt für unsere hochqualifizierten und sehr motivierten Mitarbeiter."
Quelle: "Rheinpfalz"












