Spatenstich für die Erweiterung der Feuerwehr
Sehr geehrter Herr Wehrleiter Neunzlinger, sehr geehrter Herr stellvertretender Wehrleiter Steidel, sehr geehrte Feuerwehrleute, meine sehr geehrten Damen und Herren,
heute ist ein wichtiger Tag für die Feuerwehr und für die Gemeinde Haßloch. Ich freue mich sehr, dass zu diesem Spatenstich unsere Wehr so zahlreich erschienen ist und dass vor allem unsere Jugendfeuerwehr diesen Startschuss für eine neue Ära miterlebt.
Mit Spatenstichen haben wir als Gemeinde Haßloch in diesem Jahr bereits einige Erfahrungen sammeln können. In die Reihe der in diesem Jahr begonnenen großen Baumaßnahmen, zu denen die Erschließung des Gewerbegebietes „Nördlich der Bahnlinie", des Wohnbaugebietes „Verlängerte Friedhofstraße" und der bereits abgeschlossene Bau der Freisportanlage an der Kurpfalzschule gehört, fügt sich nun auch die Erweiterung des Feuerwehrgebäudes ein. Mit dem heutigen Spatenstich beginnt offiziell die bautechnische Realisierung der Erweiterung unserer Feuerwehr.
Bei der Erweiterung des Feuerwehrgebäudes handelt es sich um ein großes Bauprojekt mit einem ungefähren Kostenvolumen von 1,74 Mio. €. Davon wurden vom Land Rheinland-Pfalz als förderfähig anerkannt 1,354 Mio. €. Wir rechnen mit einer Förderung aus den Mitteln der Brandschutzsteuer von ca. 450.000 €. Der endgültige Förderbescheid aus dem Innenministerium steht noch aus, doch wir können das Vorhaben bereits jetzt beginnen, da der vorzeitige Baubeginn genehmigt wurde.
Für die Gemeinde ist der Beginn der Baumaßnahme noch in diesem Jahr ein wichtiges Zeichen, da der Erweiterungs- und Erneuerungsbedarf bei unserer Wehr sehr groß ist.
Die Ausweitung der Nutzfläche von derzeit 800 qm auf ca. 1.500 qm lässt erkennen, wie beengt zur Zeit noch die Raumverhältnisse vor allem für den technischen Bereich sind.
Mit der Erweiterung werden unter anderem entstehen:
- eine neue Atemschutzwerkstatt, - eine Kfz-Werkstatt, - eine moderne Anlage für die Schlauchtrocknung - weitere Abstellplätze für die Fahrzeuge - endlich Umkleideräume für die Wehr, - bisher mussten sich die Einsatzkräfte hinter den Fahrzeugen umkleiden, - Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr, - eine erweiterte Einsatzzentrale,
um nur die wichtigsten Bereiche zu nennen.
- Zusätzlich werden wir im alten Feuerwehrtrakt, der saniert wird, einen Mehrzweckraum erhalten, der für eine Reihe von bereits geplanten Nutzungen für Gruppen und Einrichtungen der Gemeinde zur Verfügung stehen wird.
- Schließlich erhalten wir an der Westseite des Komplexes eine neue dringend erforderliche öffentliche Toilettenanlage für das Ortszentrum.
Ich darf festhalten, dass sich mit der Erweiterung die brandschutztechnische Sicherheit für unsere Bevölkerung, aber auch die Einsatzmöglichkeiten für die technische Hilfe deutlich verbessert werden.
Dieser Bilanz, die ich jetzt so klar vortragen konnte, ist allerdings ein langer Entscheidungsprozess mit vielen Hürden vorausgegangen.
An dieser Stelle darf ich allen Beteiligten für die am Ende konstruktive und erfolgreiche Vorbereitung dieser Erweiterung danken:
- Den Fraktionen des Gemeinderates, deutlich gesagt allen Fraktionen, die vor über 2 Jahren sich für diese Erweiterung ausgesprochen haben,
- dem Feuerwehrdezernenten, Herrn 1. Beigeordneten Jürgen Hurrle für sein gelinde gesagt nachhaltiges Eintreten für den Standort über viele Jahre,
- bei der Feuerwehr, deren Wunsch es war, dass die Feuerwehr in der Schillerstraße erhalten wird und die sich aktiv in die Planung eingebracht hat,
- dem Architekten Rudi Einholz für seine Planung, für die er sich intensiv in die komplizierte Materie eingearbeitet hat
und schließlich meinen Mitarbeitern der Bauverwaltung, die sich vor allem bei der Zuschussverhandlung sehr engagiert beteiligt haben.
Die Zuschussgewährung zum jetzigen Zeitpunkt war keineswegs selbstverständlich.
Ich erinnere daran, dass ein Antrag bereits 1999 gestellt war, aber wegen der fehlenden Entscheidung seitens des Landes zurückgestellt wurde und schließlich 2004 ganz aus der Landesliste zu fallen drohte.
Durch die damals zügige Entscheidung für den alten Standort und intensive Gespräch mit der ADD in Trier und dem Innenministerium konnten wir erreichen, dass wir jetzt zum Zuge kommen, und uns nicht erneut in der Warteschlange anstellen mussten, was das Projekt um viele Jahre verzögert hätte. Mein ausdrücklicher Dank gilt dem Land Rheinland-Pfalz für diese Unterstützung.
Meine Damen und Herren, bei den vielen Argumenten für und gegen eine Verlagerung hat der Gemeinderat sich schließlich für diese Erweiterung klar entschieden.
Für dieses Projekt wie für andere Vorhaben der Gemeinde gilt, dass der klaren Entscheidung dann auch die Umsetzung folgt und die Diskussion abgeschlossen ist - dies bezeichnet man als demokratischen Prozess.
Insgesamt werden wir für diese Erweiterung weniger Geld aufwenden müssen als für eine Verlagerung.
Der Kopfbau zur Leo-Loeb-Straße wird eine attraktive Gestalt erhalten und sich in das Ortszentrum einfügen.
Der Wehr muss dabei klar sein, dass in der Ausführung der Maßnahme auch auf die Lage im Ortszentrum Rücksicht genommen werden muss und nicht alle Wünsche berücksichtigt werden können.
Noch geklärt werden muss die Frage der Heizung. Hier streben wir zur Zeit eine moderne Anlage im Verbund mit anderen Gebäuden der Gemeinde im Ortskern an.
Die gesamte Baumaßnahme wird etwa 1 Jahr in Anspruch nehmen.
Ich wünsche ihr einen erfolgreichen und reibungslosen Verlauf und hoffe, dass das große Projekt den Zusammenhalt und die Einsatzkraft unserer Wehr weiter stärkt!
Vielen Dank














