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Ansprache anlässlich des Jahresabschlusses der Feuerwehr

Sehr geehrter Herr Neunzlinger,
sehr geehrter Herr Steidel,
sehr geehrter Herr Dezernent Hurrle,
verehrte Feuerwehrleute,
liebe Mitglieder der Jugendfeuerwehr,

was lange währt, wird endlich gut

– ich freue mich, dass ich zum diesjährigen Abschlussabend der Feuerwehr darauf verweisen kann, dass wir mit der Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrgebäudes bereits weit fortgeschritten sind und in den Endzügen liegen.

Es zeigt sich, dass nunmehr im Zentrum ein Zweckbau entstanden ist, der sich – nicht übertrieben, aber doch attraktiv – in die Ortsmitte einfügt. Vor allem aber freut es mich, dass in Kürze die Feuerwehr über eine um Längen verbesserte Ausstattungssituation verfügen wird, was der anspruchsvollen Arbeit unserer Wehr sehr zu Gute kommt. Wir werden nun die technische Ausstattung, von der Schlauchwäsche angefangen bis zur Atemschutzwerkstatt, von den Schulungsräumen bis zur Leitzentrale, wesentlich verbessert haben und wir haben endlich eine entspannte Situation bei den Stellflächen für die Fahrzeuge. Die Abläufe für die Wehr werden sich dadurch wesentlich verbessern. Wir rechnen im Moment damit, dass wir bereits bis Februar das neue Gebäude seiner Bestimmung übergeben können und rechnen mit einem Gesamtabschluss der Maßnahme bis zum Frühjahr des neuen Jahres. Damit hat eine lange Entscheidungs- und Umsetzungsfindung endlich ihren Abschluss gefunden. Ich bin gemeinsam mit dem Dezernenten für die Feuerwehr, Herrn Hurrle, der Überzeugung, dass dies – unter Abwägung aller Gesichtspunkte – die beste Lösung für unsere Gemeinde ist. Denn neben den Standortüberlegungen muss auch heute wieder klar betont werden, dass jede Verlagerung verbunden mit einem Neubau wesentlich teurer geworden wäre. Die Feuerwehr kann damit ihre verantwortungsvolle Aufgabe künftig mit einer ansprechenden Ausstattung entsprechend erfüllen.

Die Feuerwehr ist für uns alle lebenswichtig. Mit der Wehr ist es wie mit den Ärzten – jeder hofft, sie nicht zu brauchen. Wenn der Krankheits- oder Brand- bzw. Einsatzfall jedoch entritt, ist die Hilfe und in vielen Fällen Rettung nicht wegzudenken. Dies müssen wir unseren Bürgern immer wieder bewusst machen.

Ich möchte Sie alle heute seitens der Gemeinde Haßloch herzlich grüßen und Ihnen unseren Dank für die in diesem Jahr geleistete Arbeit aussprechen. Ich meine damit 70 Wehrleute, zu denen neuerdings auch wieder eine Frau gehört. Es ist erfreulich, dass wir für die Freiwillige Feuerwehr auch die Damenwelt gewinnen können und wir haben dafür auch bei unserer Neumaßnahme entsprechende Vorkehrungen in der Ausstattung getroffen.

Ich grüße ebenso herzlich die 20 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr, die schrittweise in die wichtigen Aufgaben der Wehr hineinwachsen.

Auch heute soll nicht unerwähnt bleiben, dass der Einsatz bei der Feuerwehr in der heutigen Zeit eine hoch anspruchsvolle Aufgabe ist und die Feuerwehrleute nicht selten sich persönlich auch erheblichen Gefahren aussetzen. Mit Betroffenheit haben wir das Unglück von Worms zur Kenntnis genommen und dies gibt mir Anlass, auch gegenüber der Öffentlichkeit, das Ausmaß den persönlichen Einsatzes der Feuerwehr hervorzuheben.

Es ist schön, dass zu der heutigen Veranstaltung eine Reihe von Vertretern der Politik gekommen sind, die auch in den Diskussionen im Gemeinderat und im Bauausschuss das hohe Maß an Verantwortung bei der Feuerwehr betonen. Ich begrüße auch die Vertreter der Presse.

Mein ausdrücklicher Dank gilt der Wehrleitung und den Gruppenführern der Wehr, die in besonderem Maße Führungsverantwortung tragen.

Zur Zahl der Einsätze im Jahr 2008:
Es waren in Zahlen 69 Brände und 46 Hilfeleistungen mit einem Gesamtvolumen von knapp 1.300 Einsatzstunden. Dies zeigt wie wichtig die Feuerwehr vor Ort ist.

Neben dem Großprojekt Erweiterung und Umbau des Feuerwehrgerätehauses bedeutet die Freiwillige Feuerwehr für die Gemeinde alljährlich die Verpflichtung, auch in Beschaffungen zu investieren. Wir haben in den letzten Jahren neue Fahrzeuge anschaffen können.

Im Jahr 2008 wurden darüber hinaus insgesamt Beschaffungen im Umfang von 30.000 Euro vorgenommen, davon 15.000 Euro für neue Atemschutzgeräte.
Für das neue Jahr steht nun die Anschaffung eines Mannschaftstransportwagens (MTW) an und die Beschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeuges (MZF 3) an. Für  Letzteres ist eine Zuschusszusage bereits gegeben. Für den Mannschaftstransportwagen wurde ein Zuschussantrag gestellt.

Meine Dame, meine Herren,
wo gehobelt wird, fallen Späne. Selbstverständlich ist der Einsatz bei der Feuerwehr immer wieder eine Anforderung an das soziale Miteinander. Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Wehr hier in den letzten beiden Jahren einen klärenden Weg gegangen ist und jetzt über definierte Verantwortlichkeiten und Spielregeln verfügt. Es ist wichtig, dass die Führungskräfte entsprechende Akzeptanz genießen. Es ist wichtig, dass alle Wehrleute an einem Strang ziehen. Es ist auch wichtig, dass die früheren Wehrleute und früheren Verantwortungsträger gemeinsam mit der aktiven Wehr diesen Weg mitgehen. Die Qualität der Feuerwehr hängt eng damit zusammen, dass Haßlocher Wehrleute sich in der Regel langjährig bei unserer Feuerwehr engagieren und damit in hohem Maße Erfahrung und Wissen auf sich vereinen. Ich freue mich, dass wir heute nicht nur 8 neue Wehrleute verpflichten können, sondern dass wir daneben 8 Wehrleute befördern können, 1 Ehrung für 25 Jahre Zugehörigkeit aussprechen und in der Funktion des Jugendwartes einen personellen Wechsel vollziehen können.

Die Gemeindeverwaltung ist sich bewusst, dass die Feuerwehr vor Ort steht und fällt mit den Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Wehrleute. Dies bedeutet, dass in der Regel unsere Wehrleute in kürzester Zeit vor Ort verfügbar sein müssen. Ich betone auch in diesem Jahr wieder, dass wir uns nachhaltig dafür einsetzen, dass Arbeitsplätze vor Ort auch für unsere Wehrleute genutzt werden können. Dies gilt sowohl für private Betriebe als auch für Arbeitsplätze im Bereich der Gemeindeverwaltung und der Gemeindewerke.

Ich darf abschließend Ihnen nochmals für Ihren Einsatz danken und schließe in diesen Dank ausdrücklich auch die Familienangehörigen, insbesondere die Ehefrauen mit ein, die dieses Engagement zur Tages- und zur Nachtzeit mit tragen und unterstützen. Ich wünsche Ihnen allen ein friedvolles Weihnachtsfest, alles Gute für das Jahr 2009 und weiterhin ein gemeinsames erfolgreiches Eintreten für unsere Feuerwehr.

Ihr
Hans-Ulrich Ihlenfeld
Bürgermeister        

Haßloch, den 12. Dezember 2008

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Bearbeiter: Ohler | Permalink | Druckansicht | top
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