Abschlussabend Feuerwehr 2006
Sehr geehrter Herr Wehrleiter Neunzlinger,
sehr geehrte Feuerwehrleute,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
die Feuerwehr ist eine wichtige und unverzichtbare Einrichtung unserer Gemeinde. Welche Bedeutung gerade diese Aussage hat, mussten wir in diesem Jahr vor allem bei dem Großbrand bei Ball Packaging in der Nacht zum 1. April erfahren.
Eine Gefahr für die Wohnbebauung und damit die Bevölkerung im Haßlocher Norden bestand nicht. Sie bestand aber deshalb nicht, weil der Brand in einer hochprofessionellen Weise durch unsere Wehr und zahlreiche benachbarte Wehren, Einsatzkräfte und –geräte, auch der Berufsfeuerwehr, bekämpft wurde.
Persönlich hat mich vor allem die hervorragend abgestimmte Kooperation aller Einsatzkräfte beeindruckt und der herausragende persönliche Einsatz der Feuerwehrleute.
Ich darf dieses tragische Ereignis als ein Beispiel benennen. Auf die Zahl der Einsätze und vor allem auf die im Jahr 2006 enorm angestiegene Zahl an Einsatzstunden wird Herr Neunzlinger noch eingehen.
Allen in diesem Jahr aktiven Feuerwehrleuten, aber auch den vielen Kräften im Hintergrund und dem Förderverein der Feuerwehr gilt der ganze Dank der Gemeindeverwaltung Haßloch. In diesen Dank möchte ich aber auch die Ehefrauen, Partnerinnen und Familien unserer Feuerwehrleute mit einschließen, die dieses Engagement mittragen.
Wir sind stolz darauf, dass wir in Haßloch mit 66 Wehrleuten und 21 Jugendlichen über eine starke Wehr verfügen und ich hoffe, dass dies in Zukunft auch so bleibt und Sie eine tragfähige Kameradschaft verbindet.
Ich weiß, dass es immer schwieriger geworden ist, einsatzfähiges Personal zu bilden und dass eine wesentliche Bedingung dafür die Verfügbarkeit vor Ort ist. Soweit wir in punkto Arbeitsplatz in Haßloch Unterstützung leisten können, tun wir dies. Unsere Möglichkeiten sind allerdings sehr begrenzt. Ich darf aber sagen, dass gerade in diesen Fragen eine enge Abstimmung zwischen dem Feuerwehrdezernenten und 1. Beigeordneten, Herrn Hurrle, und mir stattfindet.
Ich freue mich, dass auch in diesem Jahr wieder eine Reihe von Neuverpflichtungen und Beförderungen bewährter Wehrleute vorgenommen werden können.
Mein Vorgänger, Herr Bürgermeister Gebhardt, hat vor einiger Zeit einmal einen Blick in die Vergangenheit vorgenommen und in einem Grußwort ausgeführt, dass die Feuerwehr 1913 noch aus 408 Mann bestanden hat. 1918 waren es 293, 1937 310.
Die Zeiten haben sich verändert. Wir verfügen heute über vielfältige technische Möglichkeiten, aber auch die Brände und die technischen Hilfeleistungen stellen heute andere, i.d. Regel höhere Anforderungen.
Der Einsatz als Feuerwehrmann bei der freiwilligen Feuerwehr ist deshalb kein Freizeitvergnügen, sondern erfordert Fachkenntnis, Weiterbildung und ständiges Training.
Dies wissen wir und unterstützen Ihre Arbeit nach Kräften. Auch hier spinnen wir in der Verwaltungsspitze einen engen Faden.
Zu den Fakten der Gegenwart:
Die Gemeinde tut einiges für die Feuerwehr. Ich freue mich, dass inzwischen die Anschaffung des HLF 20/16 (Hilfeleistungs-Löschfahrzeug) gelungen ist und das Fahrzeug in Kürze nach seiner Einweisung offiziell übergeben werden kann. Mit 245.000,-- Euro war dies so etwas wie ein ansehnliches Einfamilienhäuschen.
Mein Dank gilt auch dem Land für die finanzielle Unterstützung.
Ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass das alte Fahrzeug LF 16, Baujahr 1979, unserer Partnerstadt Wolczyn übergeben werden kann. Dies ist ein gutes Zeichen für unsere Partnerschaft und eine große Unterstützung.
Die Unterstützung hat einen größeren Wert, als man betragsmäßig mit dem Restwert ausdrücken kann.
Ein wichtiger Punkt – vielleicht das zentrale Anliegen – ist auch die vorgesehene Erweiterung der Feuerwehr.
Ich habe noch Rudi Einholz' Worte im Ohr, der vor einem Jahr bei dieser Gelegenheit sagte, dass wir diese Weihnachtsfeier vielleicht schon unter dem sichtbaren Eindruck der Baumaßnahmen durchführen können. Soweit sind wir leider nicht, dies hängt mit den Zusschussverhandlungen zusammen.
Wir stehen zu dem jetzt vorliegenden Nutzungskonzept mit dem Neubau für die Feuerwehr und in wesentlichen anderen Nutzungen im alten Trakt an der Schillerstraße.
Ich darf bei dieser Gelegenheit Ihnen für Ihr Engagement bei der Planung, aber auch Herrn Einholz danken. Der Architekt hat sich wirklich bis ins Detail in die Abläufe bei der Wehr hineingedacht. Damit konnte er auch die Politik mit Blick auf die Kosten überzeugen. Die jetzt vorliegenden Kosten sind m. E. begründet und ich hoffe nicht, dass wir gegenüber dem Land noch einmal umschwenken müssen.
Gestern wurde die Planung im Gemeinderat erneut mit der Zustimmung zum Haushalt 2007 und den dort vertretenen Positionen klar bestätigt. – Und um auch dies zu sagen: Der Standort in der Ortsmitte steht nicht mehr in Frage.
Ich hoffe sehr und bin zuversichtlich, dass wir nun 2007 tatsächlich die Maßnahme umsetzen können.
Sie gehört neben der Ernst-Reuter-Schule, dem Straßenbau, dem Kulturviereck und der Freisportanlage Kurpfalzschule zu den zentralen Projekten der Gemeinde in den nächsten Jahren.
Ich wünsche Ihnen allen ein frohes (brandfreies) Weihnachtsfest und alles Gute für 2007!














