Bündnis für Familien
Sehr geehrter Herr Kreisbeigeordneter Potje,
sehr geehrte Vertreter der Servicestelle Rheinland-Pfalz „Lokale Bündnisse für Familie“,
sehr geehrte Damen und Herren,
als Bürgermeister der Gemeinde Haßloch darf ich Sie zu der heutigen Veranstaltung „Lokales Bündnis für Familie“ sehr herzlich begrüßen. Ihre zahlreiche Teilnahme zeigt, wie stark das Interesse in unserer Bevölkerung an der sozialen Lebenseinheit Familie ist. – In der Familie suchen wir buchstäblich unser Glück und schöpfen Kraft für die Aufgaben des Alltags und des Berufes.
Dies klingt prosaisch. Familie kann aber nur gelingen, wenn wir familienfreundliche Lebensbedingungen und Unterstützungssysteme haben. Die Gesellschaft hat sich rasant verändert:
Früher war Haßloch von dörflicher Gemeinschaft und Landwirtschaft geprägt. – Heute sind wir auch in Haßloch mit einer Welt mit Angeboten konfrontiert, die der Einzelne kaum noch erfassen kann. Eine soziale Steuerung ist unausweichlich.
Angesichts der Vielfalt unserer Angebote in Haßloch, auf die sicher noch eingegangen wird, wage ich die Behauptung:
Haßloch ist bereits ein „Lokales Bündnis für Familie“.
Ich möchte an dieser Stelle bereits allen, die für ein soziales, familienfreundliches Haßloch tätig sind – ob im Beruf oder im Ehrenamt – herzlich danken. Mein Dank gilt insbesondere Herrn Sozialdezernent Hurrle, der zu der heutigen Veranstaltung eingeladen hat.
Die Einladung spricht deshalb zurecht davon, dass es darum geht, Haßloch noch familienfreundlicher zu gestalten.
Das „Lokale Bündnis für Familien“, für das heute der Auftakt ist, hat dennoch eine wichtige Funktion:
· Die bereits vorhandenen Angebote gilt es mit neuen Ideen zu ergänzen und
· es gilt, neue Verbündete – sei es Personen oder Institutionen – zur Unterstützung der Familien zu gewinnen.
Der demographische Wandel ist in die Zukunft gerichtet eine Herausforderung; Familiengründungen müssen unterstützt werden, Erziehung und Bildung stellen Anforderungen an die Familie. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss gegeben sein, Alt und Jung müssen – heute schon anders als vor 20 Jahren – geeignete Formen des Zusammenlebens finden.
Doch wie weit reicht dabei die Aufgabe der öffentlichen Hand?
Wir geben uns alle Mühe, auch in finanziell schwierigen Zeiten neben den Pflichten, die uns das Gesetz vorgibt, familienunterstützende Einrichtungen vorzuhalten.
Auch sind unsere infrastrukturellen Voraussetzungen, für die wir als Kommune sorgen, wichtige Faktoren:
· Einkaufsmöglichkeiten
· Verkehrsanbindungen
· Baugebiete usw.
Wir haben als Gemeinde ohne Zweifel eine soziale Steuerungsfunktion. Doch wir können als Verwaltung wichtige Funktionen der Familie selbst oder des Ehrenamts nicht ersetzen. Im Klartext: Unsere Zuständigkeit kann sich nicht immer weiter in den privaten Bereich erweitern.
Ich hoffe, dass die Ergebnisse des Bündnisses Früchte tragen, dass wichtige Impulse in Richtung Ehrenamt ausgehen und auch Eingang finden in die weiteren Prozesse, wie das Kommunalmarketing, das wir betreiben, um unseren Ort weiterzubringen. Ich bin sicher, dies wird uns allen gemeinsam gelingen!