Jahreshauptversammlung der VolksHochSchule
Es ist beeindruckend, dass der Bedarf an Veranstaltungen der VHS unverändert hoch ist, obwohl die modernen Medien im Vergleich zur Situation in den letzten 5 Jahrzehnten für den Einzelnen eine unerschöpfliche Quelle der Informationsbeschaffung darstellen. Dennoch ist die persönliche Vermittlung von Wissen und von Fähigkeiten und Fertigkeiten durch Kursangebote der VHS vor Ort nicht zu ersetzen.
Die Vorstandschaft der VHS hat im zurückliegenden Jahr insgesamt 8 mal getagt. Diese Sitzungen dienten zum einen organisatorischen Vorbereitungen und zum anderen dienten sie vor allem aber auch dem Abgleich der Veranstaltungsinhalte und der Qualitätssicherung.
Wir sind stolz darauf, dass es uns bis heute gelungen ist, die VHS in ehrenamtlicher Hand fortzuführen und achten bei den Strukturen darauf, dass wir auch in Zukunft kostendeckend arbeiten können.
Sie hören im Anschluss an meine Ausführungen kurze Berichte aus den einzelnen Fachbereichen sowie den Bericht des Kassenführers.
Im Ergebnis lässt sich sagen, dass wir das Jahr 2005 abschließen konnten ohne auf Rücklagen der VHS zugreifen zu müssen.
Bei den Strukturen ist zu beachten, dass die Kurse in der Summe im Wesentlichen über die Kursgebühren kostendeckend sind. Hinzu kommen jedoch die Ausgaben für die Arbeit der ehrenamtlichen Fachbereichsleiter und die Aufwendungen für die hauptamtlichen Tätigkeiten im Sekretariat. Diese Arbeiten sind jedoch nicht verzichtbar, da das Sekretariat eine wichtige Anlaufstelle für unsere Nutzer ist. Eine Vielzahl von Anmeldungen und Rückfragen erfolgen hier telefonisch.
Diese Ausgaben – ich will sie im Wesentlichen als Personalkosten bezeichnen – können wir abdecken über Zuschüsse des Landesverbandes und Spenden für unsere Arbeit, insbesondere von der Sparkasse Rhein-Haardt.
Im Gesamtgefüge muss natürlich auch gesehen werden, dass die VHS nur deshalb insgesamt „schwarze Zahlen“ schreibt, weil die Gemeinde Haßloch die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt.
Die Summe der Zuschüsse und Spenden beläuft sich auf rund 32.000 Euro,
die Aufwendungen für ehrenamtliche und hauptamtliche
Tätigkeiten in der Summe auf rund 39.000 Euro.
Personell haben wir uns inzwischen konsolidiert. Wir hatten zunächst im vergangenen Jahr den großen Fachbereich III aufgesplittet in die Bereiche Gesundheit, Psychologie, Erziehung auf der einen Seite und den Sprachenbereich auf der anderen Seite. Es hat sich jedoch heraus kristallisiert, dass für den Bereich der Sprachen im Hinblick auf den Organisationsaufwand kein eigener Fachbereich notwendig ist. Der Fachbereich arbeitet jetzt wieder in der alten Struktur und als Nachfolgerin für Herrn Lugenbühl konnte auf der Grundlage einer Ausschreibung im Wochenblatt und im Amtsblatt Frau Marion Gryger, die selbst beruflich in der Fortbildung tätig ist, gewonnen werden.
Es sei am Rande bemerkt, dass das Ausschreibungsverfahren sehr interessante Bewerbungen zur Folge hatte, wir konnten einen Teil der Bewerber auch als Kursleiter gewinnen und eine ganze Reihe neuer Anregungen für unsere Arbeit aufnehmen.
In den letzten beiden Semestern konnten wir eine ganze Reihe von neuen Angeboten schaffen.
Im Semester I/2005 waren sieben neue Kursleiter für uns tätig,
im Semester II/2005 fünf neue Kursleiter.
Über die Ausweitung der Angebote werden die Fachbereichsleiter im Einzelnen berichten.
Ich habe im vergangenen Jahr auf den „Kundenkreis“ der VHS verwiesen und dabei hervorgehoben, dass insbesondere die Senioren und Jungsenioren – auch infolge der demografischen Entwicklung – immer stärker in unser Blickfeld fallen. Hier haben wir vor allem die Angebote im Gesundheitsbereich und im Sportbereich erweitern können.
Es ist erfreulich, dass inzwischen die neue Turnhalle der ERS fertiggestellt ist, so dass wir dort Veranstaltungen wieder durchführen können.
Als Highlight möchte ich erwähnen, dass wir mit dem nächsten Programm ein Angebot für Diabeteserkrankte in Kooperation mit Haßlocher Ärzten – denen ich an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit danke – haben werden.
Erfreulicherweise hat im zurückliegenden Jahr auch die Nachfrage nach EDV-Kursen, die vor allem von älteren Menschen wahrgenommen werden, wieder zugenommen.
Eine weitere Säule sind die Angebote, die im weitesten Sinne der Fortbildung für den Arbeitsmarkt dienen. Hier haben wir unter anderem neu in unserem Programm ein Kurs „Business-English“ sowie “Bewerbungstraining“.
Im kreativen Bereich, d.h. im Bereich der Kunst sind unter anderem mit einem Töpferkurs und einem Goldschmiedekurs neue Kurse entstanden, die erfolgreiche Kreativausstellung im Ältesten Haus im Mai des vergangenen Jahres möchte ich erwähnen.
Ungebrochener Beliebtheit erfreuen sich die verschiedenen Studienreiseangebote der VHS, aber auch die Reisevorträge – man sollte meinen ein Relikt aus der Vergangenheit – sind nach wie vor beliebt. Im 55. Jahr haben wir uns vorgenommen, langjährige Dozenten der VHS ein wenig hervorzuheben, den Beginn machten wir dabei mit Frau Dr. Hildesuse Gärtner, die seit Jahrzehnten die Haßlocher mit spannenden Reiseberichten zu fesseln vermag.
Eine hohe Nachfrage ist auch zu Kursen im Bereich Erziehung/Psychologie/Pädagogik gegeben. Auch hier gibt es eine ganze Reihe neuer Angebote:
Reden ist Silber – Zuhören ist Gold
Effektives Lernen,
Stressmanagement,
„Die belebende Kraft des Rhythmus“ oder „Super-Nanny“
zeugen von einem interessanten Angebot.
Insgesamt haben 2.770 Personen an 337 Kursen im Jahr 2005 teilgenommen.
Wir werden 55 Jahre Volkshochschule in diesem Jahr am 16. und 17. September durch Tage der Offenen Tür und eine Ausstellung im Ältesten Haus feiern.
Ich darf mich an dieser Stelle bei allen, die im zurückliegenden Jahr amtlich und ehrenamtlich für die VHS tätig waren herzlich für ihre erfolgreiche Arbeit bedanken.
Wir hatten uns vorgenommen, die Mitgliederversammlung inhaltlich mit Leben zu erfüllen. Im vergangenen Jahr hatte uns Herr Völker über den Arbeitskreis Alkoholismus berichtet, in diesem Jahr wird Frau Dipl. Psychologin Isolde Raudszus-Nothdurfter zum Thema: „Der Stellenwert von Autogenem Training und Progressiver Relaxation in der Prävention“ referieren.
Bevor ich nun das Wort weitergebe habe ich noch die Ehre, ein langjähriges Mitglied unserer VHS Herrn Heinz Teichmann, Rektor i.R. zu verabschieden.
Herr Teichmann war ab 1987 bis Ende 1993 Kassenprüfer.
Zu Zeiten von Herrn Flockert hat Herr Teichmann auch mal als Reisebegleiter bei VHS-Studienreisen fungiert. Man könnte also sagen, dass er über einen langen Zeitraum die VHS unterstützend begleitete und nun mit fast 83 Jahren Jüngeren Platz machen möchte, wie er in einem Schreiben an die Vorstandschaft meinte.
Wir möchten Herrn Teichmann – verbunden mit einem herzlichen Dankeschön – einen Gutschein überreichen und wünschen Ihm für die Zukunft alles Gute, vor allem Gesundheit und persönliches Wohlergehen.