Rede Eröffnung Seniorenzentrum "Rebental"
... Wir sind beeindruckt von dem hohen Engagement, mit dem der Träger dieser Einrichtung, die Procuritas GmbH, die Indienstnahme des neuen Seniorenzentrums vorbereitet hat. Von Anfang an - das möchte ich heute noch einmal ganz besonders betonen, haben die Vertreter von Procuritas den intensiven Kontakt zur Gemeinde gesucht.
Dabei ging es nicht nur um verwaltungstechnische Fragen, um Fragen der Baugenehmigung und Ähnliches, sondern es ging vor allem darum, dass erreicht werden sollte, dass diese Einrichtung von Anfang an in das örtliche Geschehen, in den Kanon der vielen sozialen Einrichtungen und der Seniorenarbeit integriert wird. Mehr noch, das Seniorenzentrum soll bei vielen Gelegenheiten auch für die Bevölkerung , z.B. durch seine Gastronomie, aber auch durch Veranstaltungen in dem Seniorenzentrum, Anlaufpunkt sein.
Es sieht alles danach aus, dass dieses Ziel in einer für uns bereichernden Weise erreicht wird. Mit Frau Paradies konnte eine engagierte und sympathische Einrichtungsleiterin gefunden werden, die diesen Geist der Procuritas vor Ort umsetzt und mit viel Erfahrung und Geschick für die Belange der Bewohner im Seniorenzentrum „Rebental" da sein wird.
Es ist Einiges dran an dem Gedanken, dass die Qualität einer Gesellschaft sich vor allem darin zeigt, wie sie mit älteren und in vielen Fällen schwach gewordenen Menschen umgeht und ihnen eine hohe Lebensqualität auch im Alter sichert. Die Einrichtung, die wir heute eröffnen mit 100 Betten und der Anbindung von 12 Einheiten für Betreutes Wohnen trägt dieser hohen Aufgabe, aber auch dem gestiegenen Bedarf in unserer Gemeinde Rechnung.
Die Tatsache, dass bereits kurz nach der Eröffnung des Hauses eine beachtliche Anzahl an Bewohnern hier eingezogen ist, belegt diese Aussage. Der Charakter von Senioreneinrichtungen hat sich in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten gewandelt hin zu mehr Pflege. Auch diesem Anliegen trägt die in ihrer Konzeption hoch moderne Einrichtung allenthalben Rechnung.
Ich wünsche im Namen der Gemeinde Haßloch dem Seniorenzentrum „Rebental" und ihrem Träger, der Procuritas GmbH, am Standort Haßloch eine erfolgreiche Entwicklung.
Die heutige Eröffnung ist zugleich der vorläufige Höhepunkt der feierlichen Anlässe, die wir im gesamten Zentrum „Rebental" mit Spatenstichen und Richtfesten bisher feiern durften. Vor einer Woche wurde als weiterer wichtiger Schritt für den Handel in unserer Gemeinde der neue Raiffeisenmarkt eröffnet.
Die Installierung des neuen Zentrums „Rebental" hat lange Zeit und vor allem viel Durchhaltevermögen gefordert.
Städtebaulich war es für die Gemeinde Haßloch die große Chance auf dem Areal der alten Post und des Raiffeisenmarktes eine neue Entwicklung für das Haßlocher Zentrum vorzubereiten. Eine Fläche mit rund 9.000 qm steht im Zentrum an keiner anderen Stelle mehr zur Verfügung. Gespräche für das Zentrum „Rebental" wurden 2002 begonnen und ab 2004 intensiv fortgesetzt. Es folgte insbesondere der für mich immer noch kuriose Erwerb des Postgeländes durch den Investor und die Schaffung des Baurechtes mit dem Bebauungsplanverfahren ab 2007 bzw. 2009.
Das Zentrum „Rebental" wird mit seinen Märkten eine wichtige Versorgungsfunktion für den Ort übernehmen. Das Seniorenzentrum wertet das Zentrum auf und wird viel Frequenz für das Ortszentrum mit sich bringen. Die Schillerstraße - schon jetzt eine sehr wichtige innerörtliche Straße - wird zusätzlichen Verkehr erhalten, dem wir durch den Umbau dieser Straße, auch unter Berücksichtigung der Andienungsfunktionen für das Zentrum, Rechnung tragen werden.
Den städtebaulichen Abschluss soll die Errichtung eines Geschäftsgebäudes auf der Nordseite der Schillerstraße bilden, das wiederum die Chance eröffnet, den Jahnplatz perspektivisch mit Gewerbe aufzuwerten. Für das Seniorenzentrum bedeutet dies, dass es künftig, so zu sagen mitten drin steht. Eine Philosophie für Seniorenzentren, die sich durchgesetzt hat: Wir wollen mit den Seniorinnen und Senioren leben und sie nicht irgendwo an den Rand verbannen!
Für das Seniorenzentrum bedeutet das, dass zugleich auch viele für Senioren wichtige Funktionen ganz in der Nähe an zu treffen sind. Da ist das Ärztehaus am Rathausplatz, da sind Rathaus und Gewerbe im Ortszentrum. Wir planen den Ausbau der Demenzbetreuung durch die Sozialstation im ehemaligen Schwesternhaus in der Schillerstraße und schließlich bietet die alte Feuerwehr mit dem Treff der VHS-Begegnungsstätte und dem künftigen Seniorencafé einen weiteren Anziehungspunkt.
Es hat mich in dieser Woche sehr gefreut, dass mir die Leiterin der VHS-Begegnungsstätte Frau Defren mit Stolz berichtet hat, dass bereits vier Bewohner aus dem Seniorenzentrum „Rebental" den Weg in ihre Begegnungsstätte gefunden haben. Dies ist ein Beispiel für die künftig engen Verbindungen zu unserer Gemeinde.
Insgesamt, die Zahl wurde schon häufig genannt, werden im gesamten Bereich „Rebental" rund 15 Million Euro investiert. Eine Summe, die heute Seltenheitswert hat und wirklich als Glücksfall für unsere Gemeinde bezeichnet werden kann.
Ich möchte mich heute bei all denjenigen bedanken, die in den zurückliegenden Jahren für dieses Vorhaben mit ganzer Kraft, mit dem Willen zusammen zu wirken und dieses Ziel zu erreichen, gearbeitet haben. Mein Dank gilt zu aller erst dem Investor und Planer, der Firma Hery aus Hochdorf-Assenheim, heute vertreten durch Herrn Herbert Hery und Herrn Pfirrmann, die mit viel Erfahrung, aber auch mit dem menschlich sehr verbindenden Sinn für die Region und ihre Menschen, dieses Werk gestemmt haben.
Ich kann mich sehr gut an meine ersten Gespräche noch vor meinem Amtsantritt erinnern, als das Projekt noch in weiter Ferne lag. Es war vor allem auch ein wichtiges Anliegen für den Seniorchef des Unternehmens, Herrn Oskar Hery gewesen, der beim Richtfest im Februar noch mit
Begeisterung für diese Sache, teilgenommen hatte, inzwischen aber nicht mehr unter uns ist. Es wäre für ihn sicher ein großes Ereignis gewesen, heute mit dabei zu sein.
Mein Dank gilt der Volksbank Kur- und Rheinpfalz, die als Grundstückseigentümer und Finanzierer dieses Projekt ganz maßgeblich voran getrieben hat. Ich habe bereits beim Richtfest erwähnt, dass es insbesondere Direktor Bernd Fischer war, der die Beteiligten immer wieder zu den nächsten Schritten mit dem großen Einfühlungsvermögen eines Bankers ermahnt hatte. Ich möchte vor allem ihm persönlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit danken.
Mein Dank gilt schließlich, das möchte ich als Chef unserer Verwaltung und als Vorsitzender des Gemeinderates sagen, dem Gemeinderat, der mit seinen Entscheidungen den Weg zu diesem Zentrum geebnet hat. Mein Dank gilt ferner den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, insbesondere aus der Bauabteilung, die dieses Projekt ebenfalls mit großem persönlichen Einsatz unterstützt haben.
Ich möchte schließen nochmals mit dem Wunsch und der klaren Zuversicht, dass dieses Haus erfolgreich geführt werden und vielen Menschen Glück und Zufriedenheit bescheren wird.
Zur Erinnerung an den heutigen Tag darf ich für die Gemeinde Haßloch ein Bild des gebürtigen Haßlocher Malers Bernd Kastenholz überreichen. Es handelt sich dabei allerdings nicht um ein Original, sondern lediglich um einen Druck, der sehr schön das Radfahrerdorf Haßloch veranschaulicht.
Hans-Ulrich Ihlenfeld
Bürgermeister














