Friedenslicht im Haßlocher Rathaus
Das Friedenslicht wurde von den Haßlocher Pfadfindern am 16.12.2010 in die letzte Sitzung des Gemeinderats gebracht
Am 16.12.2010 fand die letzte Sitzung des Gemeinderats für das Jahr 2010 statt. Diesen Anlasse nutzten die Haßlocher Pfadfinder um das Friedenslicht ins Rathaus zu bringen und Bürgermeister Ihlenfeld stellvertretend für die Gemeinde Haßloch zu übergeben.
Die Pfadfinderinnen der Sippe „Sternelfe" erklärten zunächst die Herkunft und Bedeutung des Friedenslichts, das alljährlich in der Geburts-kirche in Bethlehem entzündet und vor dort aus über Österreich nach Deutschland gebracht wird.
Zunächst wurde die folgende Geschichte des Friedenslichtes vorgelesen. Dazu räumte Herr Bürgermeister Ihlenfeld bereitwillig seinen Platz im Ratssaal und der Erste Beigeordnete, Lothar Lorch, rückte flink das Mikrofon zurecht.
Das Friedenslicht aus Bethlehem ist eine Aktion, die 1986 vom österreichischen Fernsehsender ORF ins Leben gerufen wurde. Im Rahmen der Aktion Licht ins Dunkel unterbreitete eine Zuschauerin dem ORF-Landesstudio Oberösterreich die Idee, ein Licht als Symbol des Friedens an die Unterstützer der Aktion „Licht ins Dunkel" zu verteilen.
Das Licht wird in der Vorweihnachtszeit von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Bethlehem entzündet und per Flugzeug der Fluglinie Austrian (die diese Aktion unterstützt) in einer explosionssicheren Lampe nach Wien gebracht. Von dort aus wird es nach einem Aussendungsgottesdienst weiter auf den Weg geschickt. Normalerweise wird das Licht von einem oberösterreichischen Kind aus Betlehem geholt. Auf Grund der kriegerischen Umstände im Jahr 2001 wurde das Friedenslicht von Kindern aus Israel nach Österreich gebracht.
Mittlerweile ist das ORF-Friedenslicht in mehr als 30 europäischen Ländern zu einem neuen Weihnachtsbrauch geworden. In Österreich wird es am 24. Dezember in allen ORF-Landesstudios, auf vielen Bahnhöfen, Rotkreuz- und Samariterbunddienststellen, Kirchen, Feuerwehren, von der Feuerwehrjugend und von den Pfadfindern verteilt.
1989 griff der Wiener Pfadfinderleiter Herbert Grünwald die Idee auf und organisiert seitdem jedes Jahr - samt Team - die Verteilung des Friedenslichtes an ausländische Pfadfinderdelegationen im Rahmen einer ökumenischen Lichterfeier in Wien.
In Deutschland wird die Aktion von verschiedenen Pfadfinderverbänden veranstaltet und weitergeführt. Dabei wird das Licht per Bahn aus Wien abgeholt und dann in ganz Deutschland verteilt. In vielen Städten finden aus diesem Anlass besondere Andachten und Gottesdienste statt.
Andächtig lauschten die Gemeinderäte und anwesenden BürgerInnen den Liedern „Ins Wasser fällt ein Stein" und „Freunde seid in dieser Runde". Nach dem anschließenden Vortrag eines Gedichtes und der Verlesung eines Gebetes, dessen Inhalt auch den Frieden für die Gemeinde Haßloch beinhaltete, verteilten die Sippenmitgliederinnen, die leider nicht alle anwesend sein konnten, das Friedenslicht im Ratssaal.
Herr Bürgermeister Ihlenfeld bedankte sich herzlich im Namen der Gemeinde Haßloch für die unterhaltsame und würdige Gestaltung der Friedenslichtübergabe und ließ es sich nicht nehmen, den Pfadfinderinnen als Dankeschön für ihr Engagement ein Weihnachtspräsent aus seinem persönlichen Geschenkesäckel zu überreichen.