Gedenkstunde zum Volkstrauertag
Mit einer Kranzniederlegung vor dem Ehrenmal auf dem Friedhof an der Bahnhofstraße gedachten am vergangenen Sonntag Vertreter der Gemeinde und Kirche der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.
Der Musikverein und die Sängervereinigung Haßloch umrahmten die Gedenkstunde musikalisch mit Liedern und Chorälen.
Vor zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern erinnerte Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld in seiner Ansprache an den Zweiten Weltkrieg, der vor 66 Jahren zu Ende ging und an das verheerende Ausmaß, das er hinterließ.
„Bis heute fehlen uns die Worte, um das Grauen zu ermessen, das die Vernichtungsstrategie der Nazis über die Menschen brachte. Bis heute ist es kaum fassbar, was Menschen damals ertragen mussten und wie viele um ihr Leben betrogen wurden", sagte Bürgermeister Ihlenfeld.
Der Blick in die Geschichte des 20. Jahrhunderts wie in die jüngste Vergangenheit zeige, „dass Frieden, Freiheit und Mitmenschlichkeit keine Selbstverständlichkeit sind.
Diese Werte müssen errungen und sie müssen bewahrt werden. Sie brauchen Menschen und Staaten, die für sie eintreten", betonte Ihlenfeld. Beispielhaft nannte er dabei aus Haßlocher Sicht das „Bündnis für Vielfalt und Toleranz", sowie die seit mehreren Jahren bestehende Aktion des Jugendgemeinderates „Hände gegen rechts".Seinen Beitrag beendete er mit den Worten: „Frieden braucht die Bereitschaft der Konfliktbeteiligten, sich zu verständigen; die Wahrung der Menschenrecht braucht den Willen aller, sie zu schützen. Aber wir können uns alle stets für friedliche Lösungen und Mitmenschlichkeit einsetzen. Und indem wir die Toten in unserem Gedächtnis bewahren, nehmen wir die Verpflichtung an, für Frieden und Menschlichkeit zu wirken."
Auch Pfarrer Friedrich Schmidt-Roscher von der protestantischen Kirchengemeinde gedachte in seiner Rede der Opfer des NS-Regimes und berichtete von Gesprächen mit Zeitzeugen.
Er forderte alle Überlebenden auf, ihre persönlichen Erinnerungen an junge Menschen weiter zu geben und formulierte die übereinstimmende Botschaft mit den Worten „Nie wieder Krieg".
Der neue Vorsitzende des Jugendgemeinderates Christian Berac machte deutlich, wie weit verbreitet Gewalt und Krieg auch heute noch sind.
Desto wichtiger sei es, die jungen Generationen wie die seine, immer wieder vor dem Vergessen und Verdrängen zu schützen und aus den Schreckensbildern der Vergangenheit die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Im Anschluss legten mehrere Gruppen und Abordnungen ihre Kränze vor dem Ehrenmal nieder.














