Projekt „easi“ als Vorbeugung gegen Gewalt an Schulen
Reges Treiben herrschte vergangenen Freitag auf den Schulhöfen und in den Klassenzimmern der Sophie-Scholl-Real- und Kurpfalzschule. 33 Vereine stellten sich den Schülern der Orientierungsstufen der beiden Schulen vor.
Zum dritten mal präsentieren das Landeskriminalamt (LKA), die Gemeinde Haßloch mit seinem Jugend- und Kulturhaus „Blaubär“ das Projekt „easi“ , welches bedeutet „Erlebnis, Aktion, Spaß und Information“. Viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung mit verschiedenen Angeboten konnten an diesem Tag getestet werden. Beim Rundgang mit ihren Betreuern konnte jeder Schüler selbst entscheiden, was ihm am meisten Spaß machte. Neben dem Gymnasium, der Realschule und der Kurpfalzschule waren auch die Gottlieb-Wenz-Schule und die Herman-Nohl-Schule vertreten.
Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld wie auch Jugend- und Schuldezernent Jürgen Hurrle überzeugten sich vor Ort über die gelungene Veranstaltung.
Ziel sei es, so der 1. Beigeordnete der Gemeinde Haßloch, Jürgen Hurrle, die Kinder von der Straße zu bekommen, die sonst vielleicht draußen herumhängen würden, was Frank Hasenclever und Ulrich Röder vom LKA, zuständig für polizeiliche Kriminalprävention, bestätigten. „Nicht nur die Kinder haben bei dieser Aktion einen Nutzen, auch die Vereine nehmen gerne die Möglichkeit wahr, sich selbst präsentieren zu können, um neue Mitglieder zu werben“, berichtete Hurrle weiter.
Sehr vielfältig war auch die Auswahl in diesem Jahr. Von sportlichen Darbietungen der TSG, des Judoclubs bis hin zu Vorführungen des Segelflugsportvereins, des Fischervereins „Komm beiß an“ und des Aquarien- und Terrarienvereins reichte das Angebot. Jede Gruppe mußte an diesem Vormittag die Spielregeln einhalten und sieben von 33 Stationen durchlaufen. Dabei waren einige Kunstwerke zu vollbringen, denn ganz Mutige kletterten an Balken oder Seilen hoch.
Auch der Offene Kanal mit seinem Vorsitzenden Markus Merkler sowie seinen technischen Mitstreitern, war vertreten. Sehr interessiert waren bereits die „Kleinsten“, die sich sogar unter fachmännischer Anleitung an die Kamera trauten.
Für Merkler war dieser Tag sehr interessant, um auch in den Schulen bereits im frühen Alter die Jugend fürs „Filmen“ zu gewinnen. Dies sei deshalb sehr wichtig für seinen Verein, um rechtzeitig an Nachwuchsfilmer zu kommen, bemerkte Merkler und freute sich zugleich über die rege Resonanz an diesem Tag.
Es ist ein wichtiges Ziel von „easi“, die Schüler in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken und damit Gewalt und Drogenmissbrauch vorzubeugen. Durch die Fragenbogenaktion des LKA an die Schüler zeigte sich schnell, dass Alkohol oft nicht als Droge gesehen wird. Mit einer Trunkenheitsbrille, die Mitarbeiter des Kinderschutzdienstes des Diakonischen Werkes der Pfalz zur Verfügung stellten, durften die Schüler dann testen, wie sich das Bewusstsein durch Alkohol verändert.
„Das ist aber nicht schön, wenn man trunken ist“, bemerkte anschließend ein Schüler, der merkte, dass er mit dem Laufen Probleme hatte.
Nach all den Anstrengungen konnten sich danach nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer, Betreuer sowie die Eltern mit Getränken und leckeren Bratwürsten stärken, die vom Schulelternbeirat „gebruzzelt“ wurden.

























