Überwältigende Besucherzahl beim Seniorennachmittag
Buntes Programm begeistert die Zuschauer
Auch die Seniorengruppen der umliegenden Gemeinden nutzten wieder die Gelegenheit zum Ausflug nach Haßloch. Seit nunmehr 26 Jahren veranstaltet die Gemeindeverwaltung die unterhaltsamen Nachmittage bei Kaffee und Kuchen und in diesem Jahr war der Andrang so groß, dass noch Tische und Stühle kurzfristig dazugeholt wurden. Mehr als 320 Gäste begrüßte Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld am Samstag in der Aula des Hannah-Arendt Gymnasiums und wünschte viel Spaß beim prall gefüllten Unterhaltungsprogramm. Sogar hoheitlicher Besuch hatte sich angekündigt - die bis am 7. Oktober amtierende pfälzische Weinprinzessin Melissa war mit den Prinzessinnen Natasche und Anastasia aus Lachen-Speyerdorf und Königsbach zur Eröffnung der Veranstaltung gekommen. "Wir freuen uns, als Vertreterinnen der größten weinbautreibenden Gemeinde Deutschlands im Einsatz zu sein" fing Prinzessin Anastasia schmunzelnd den von Ihlenfeld zugespielten Ball auf. Seit der Einzellagenanerkennung der Gemarkung "Leisböhl" übernehmen die Prinzessinnen aus Königsbach und Lachen-Speyerdorf die Repräsentation für die edlen Haßlocher Tropfen.
Nach dem musikalischen Auftakt durch den Mundharmonika-Club Zeiskam, entführte Gerda Feldmann die Zuschauer auf eine kleine nostalgische Reise. Zu Drehorgelklängen stellte die 17-köpfige Gruppe in wunderschönen Kostümen historische Kinder- und Puppenwägen vor. Besonders das Korbwagenmodell weckte beim Publikum Erinnerungen. "Da hab ich ein Foto auf dem meine Mutter mich in so einem Wagen schiebt" so Hannelore Jahn begeistert. Und immer wieder hört man im Publikum "... so einen Wagen hatten wir auch - wie schade, dass man das alles weggeworfen hat". Ein herzliches Dankeschön an Gerda Feldmann - ihre Sammelleidenschaft hat für eine bezaubernde Atmosphäre bei diesem Seniorennachmittag gesorgt.
Einen Auszug aus seinem großen Repertoire präsentierte der Zeiskamer Mundharmonika-Club. Zugehörig zum Liederkranz Chöre Zeiskam, ist die Formation auf Großveranstaltungen und privaten Feiern ein beliebter musikalischer Programmpunkt. Daniel Kammel,. der auch diesen Nachmittag wieder in sympathischer Art moderierte, kündigte danach die älteste Boygroup der Pfalz an: das Pfalz-Trio. Mit Saxophon, Banjo und diatonischer Harmonika sorgten die Profimusiker für tolle Stimmung und vom pfälzischem Liedgut bis zum Swing-Klassiker "In the mood" begleiteten sie musikalisch die Kaffeepause.
Gerda Feldmann und ihre Gruppe hatten die Kaffepause zum Umziehen genutzt. Nicht nur Kinderwägen begeistern die aktive Senioren, auch Kostüme aus verschiedenen Epochen faszinieren sie. Stilvoll präsentierten fünf Paare der Volkstanzgruppe Haßloch höfische Tänze in beeindruckenden Gewändern und die beiden Drehorgelspieler, die extra aus Landau angereist waren, begleiteten musikalisch den Ein- und Ausmarsch. Mit Tanz ging es dann auch weiter - die kleinsten Elevinnen der Ballettschule Hagenaars konnten ihren Auftritt kaum abwarten. Die Freude am Tanzen war den Mädchen allesamt anzumerken und die Herausforderungen der Choreografie meisterten sie in herzerfrischender Weise, wofür sich das Publikum strahlend applaudierend bedankte.
Immer wieder für Begeisterung sorgt der Shanty-Club der Marinekameradschaft Haßloch. Unter Leitung von Dr. Erhard Günther brillierte der Chor und zog das Publikum in seinen Bann. Chorsprecher Otto Messer holte sich zu den letzten beiden Stücken noch stimmliche Verstärkung auf die Bühne: Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld. Der traf auch bei diesem Auftritt die richtigen Töne und das Publikum sang und schunkelte mit Freude. Natürlich wurde der Chor nicht ohne Zugabe von der Bühne verabschiedet.
Auf der tauchte dann, wie aus dem Nichts, Zauberer Danny auf. Sein Versprechen, Geld mithilfe von Feuer zu vermehren, wurde vom Publikum mißtrauisch aufgenommen. Ihlenfeld bewies Risikobereitschaft und stellte einen 50 Euro-Schein zur Verfügung. Da Zauberer Danny sein Handwerk beherrscht, durfte der Bürgermeister ihn nach einigen Tricks, die für Staunen und Erheiterung sorgten, wieder unversehrt in Besitz nehmen. So fand das bunte Programm einen zauberhaften Abschluss und die Besucher verließen die Aula am späten Nachmittag bei bester Laune.
Nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und an die Firma BLF, Velbert, die zwanzig Torten für den Nachmittagskaffee beisteuerten und den Badepark der für die teilnehmenden Kinder Eintrittskarten spendierte. Besonders viel zu tun hatten dieses Mal die Helferinnen, die den überraschend großen Andrang bravourös meisterten. Hausmeister Wenz unterstützte tatkräftig und die Sanitätswache des DRK hatte alles im Blick. Für den guten Ton waren wieder Karl Brandenburger und Herbert Stepan verantwortlich und neben dem Team des Bauhofes war Ernst Büttner wieder vor und während der Veranstaltung eine große Hilfe.














