Dec 16, 2008

"notinseln" bald auch in Haßloch

Auf Anregung der CDU-Gemeinderatsfraktion und des Bündnisses für Familien in Haßloch hat der Sozialausschuss die Verwaltung be-auftragt in der Gemeinde Haßloch demnächst „notinseln“, d. h. Anlaufstellen für Kinder in Not einzurichten. Dieses Vorhaben stellte der 1. Beigeordnete und Sozialdezernent, Jürgen Hurrle, in Anwe-senheit der Presse am 15.12.2008 vor. Ruth Schulte, Mitglied des Sozialausschusses, fasst bei dieser Gelegenheit nochmals kurz die Entstehungsgeschichte dieser Idee zusammen und sagt eine weite-re Unterstützung zu.  

In mehr als 17 rheinland-pfälzischen Kommunen sind in Zusammen-arbeit mit dem Deutschen Kinderschutzbund und der Stiftung „Hän-sel und Gretel“ bereits solche „notinseln“ entstanden. Unter dem Motto „Wo wir sind, bist Du sicher“ finden die Kinder und Jugend-lichen Hilfe in gefährlichen oder bedrängten Situationen, sei es auf dem täglichen Schulweg oder auf dem Weg zu Sport- und/oder Freizeitaktivitäten.  

Claus Potje, Sozialdezernent des Kreises Bad Dürkheim, freut sich, dass nach der Stadt Bad Dürkheim und der Verbandsgemeinden Lambrecht nun auch Haßloch und Deidesheim diese Schutzräume für Kinder anbieten wollen. Frau Dr. Irmtraud Heym vom Deutschen Kinderschutzbund Neustadt – Bad Dürkheim begrüßt die Teilnahme an dieser Aktion, da sie nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern auch ein Beispiel gibt für die Kinderfreundlichkeit am Ort.  

Da die Umsetzung des Projektes mit Kosten verbunden ist, hat man seitens der Gemeinde damit begonnen, Sponsoren für dieses Vor-haben zu gewinnen. Als nächstes sollen sämtliche Geschäfte und sonstige öffentliche Einrichtungen als Anlaufstellen gewonnen wer-den. Dabei wird die Gemeinde lt. Herrn Christoph Watolla, Vorsitzender des Gewerbevereins, auch von dieser Seite tatkräftig unterstützt. Erste Mitglieder hätten bereits Interesse an einer Mitarbeit signalisiert.  

In den nächsten Tagen werden die Haßlocher Geschäfte u. a. Institutionen mit der Bitte angeschrieben, sich als „notinsel“ zur Verfügung zu stellen, um im Ernstfall den Kinder und Jugendlichen beizustehen. Selbstverständlich können sich alle, die an einer Teilnahme interessiert sind, auch unaufgefordert mit dem Sozialdezernenten im Rathaus unter der Rufnummer 0 63 24/9 35-2  45 oder unter juergen.hurrle@hassloch.de in Verbindung setzen. 

Alle teilnehmenden „Partner“ werden an einem „notinsel“-Logo im Schaufenster o. ä. zu erkennen sein und in einer Broschüre aufge-listet. Danach will die Gemeinde in Zusammenarbeit mit den Schu-len und Kindergärten die Kinder und Jugendlichen sowie deren El-tern über diese neue Einrichtung informieren.  

„Mit im Boot“ ist auch die Polizeiinspektion Haßloch, die im Rahmen ihrer vielfältigen Präventionsarbeit mit den Kindern und Jugendlichen in ständigem Kontakt steht und somit das Vorhaben   ausdrücklich begrüßt. 

Seitens der Gemeinde hofft man auf die intensive Mitarbeit der Haß-locher Geschäftswelt und der öffentlichen Einrichtungen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen in Haßloch vor Gewalt und Gefahr.  

Haßloch, 15.12.2008/jf