Jun 20, 2006

Die Presse zu den ersten Treffen im "Bündnis"

AG "Gesellschaftliches Leben in Haßloch"

Eisbahn soll im Winter Besucher anlocken

Anregung für das Ortszentrum

Mit einer Eisbahn, der Möglichkeit eines Treffpunkts für mehrere Generationen sowie einer Grillhütte befasste sich die Arbeitsgruppe „Gesellschaftliches Leben" in ihrer ersten Sitzung. Sie ist eine der Arbeitsgruppen des lokalen „Bündnisses für Familien".

Als vordringliches Projekt wurde von der Gruppe die Errichtung einer Eisbahn angesehen. Sie soll aber nicht durch Überflutung von Wiesen angelegt werden, wie zunächst angeregt worden war. Zu groß wäre das Risiko eines milden Winters, der das Projekt zum Scheitern bringen würde, so Befürchtungen in der Gruppe. Stattdessen soll in der Vorweihnachtszeit ein privater Betreiber eine künstliche Eisbahn im Ortszentrum aufbauen und so einen zusätzlichen Frequenzbringer für den Weihnachtsmarkt schaffen.

Nähere Informationen will Karin Hurrle bis zur nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe „Gesellschaftliches Leben" liefern. Voraussetzung soll sein, dass das Projekt für die Gemeinde keine Kosten verursacht.

Erneut wurde der Wunsch nach einem Treff im Ortszentrum laut, in dem sich alle Generationen wohlfühlen können. Annette Staudinger, Leiterin der Gemeindebücherei, regte in deren Räumen ein kleines Café an. Im Dach sei sogar noch eine ausbaufähige Fläche vorhanden.

Auch die Grillhütte bleibt Wunsch vieler, jetzt auch der Arbeitsgruppe „Gesellschaftliches Leben". Bei diesem Thema will man sich eventuell mit der Jugendgruppe des Bündnisprozesses zusammentun. Außerdem soll erfragt werden, welcher Verein eine Möglichkeit sieht, sich bei der Erstellung einer Grillhütte einzubringen.


Das nächste Treffen der Gruppe ist für den Donnerstag, 6. Juli, um 18 Uhr geplant. (ted)

Quelle:  DIE RHEINPFALZ , Mittelhaardter Rundschau,  Samstag, 17. Juni 2006

AG „Soziales Haßloch" stellt Projekt „Wohnen mit Assistenz" vor

Behinderte besser ins Leben integrieren

 „Wohnen mit Assistenz" ist ein Projekt für behinderte Erwachsene, das das Christliche Jugenddorf (CJD) Neustadt in Haßloch etablieren will. Jürgen Wedemann, Mitarbeiter des CJD, stellte das Vorhaben jetzt der Arbeitsgruppe „Soziales Haßloch" vor. Die Arbeitsgruppe ist entstanden aus dem „Bündnis für Familien", das unlängst im Großdorf gestartet ist.

Die Belange Behinderter sind durch den Kurzvortrag Wedemanns zum Thema der ersten Arbeitssitzung geworden. In Frage kommt das „Wohnen mit Assistenz" für Behinderte, die ein weitgehend eigenständiges Leben führen können, aber nicht komplett. Die Notwendigkeit für Betreuung ist bei ihnen nicht (mehr) so groß wie bei Bewohnern von Betreuten Wohngemeinschaften, von denen es in Haßloch auch eine unter Trägerschaft des CJD gibt. Fünf bis sechs Menschen weiß Wedemann auf Anhieb, die für eine solche noch relativ neue Wohnform in Frage kommen: Einzel- oder besser Zweipersonenhaushalte, die von ihm betreut werden, je nach Bedarf. Wie groß der Hilfebedarf ist - es kann beim Einkaufen sein, beim Saubermachen der Wohnung oder alltäglichen Diensten - legt ein persönlicher Hilfeplan fest.

Die Finanzierung sei gesichert, betont Wedemann. Was noch fehlt, ist geeigneter Wohnraum - in Haßloch, da er selbst hier wohnt und auch die betroffenen Behinderten von hier kommen. Dann nämlich bleiben die Wege kurz und damit die Kosten geringer. Sozialdezernent Jürgen Hurrle sagte seine Unterstützung zu, wenn es um die Suche nach Wohnraum geht. Auch die anderen Mitglieder der Arbeitsgruppe unter ihrem Sprecher Christoph Weitz halten das Projekt für sinnvoll, betrachten es als einen ersten Schritt in die Richtung zu einem sozialen Dorf.

Die Gleichstellung Behinderter war ein weiteres Thema der Arbeitsgruppe. Auf Nachfrage von Weitz betonte unter anderem Hermann Volkmer, der Ansprechpartner für Behinderte in Haßloch, dass sie sich durchaus „im alltäglichen Leben ausgegrenzt fühlen". Er wie auch Hurrle verwiesen erneut darauf, dass Freiwillige derzeit mit der Bestandsaufnahme für eine Neuauflage des Behindertenführers für den Ort beschäftigt sind: „Weitere Ehrenamtliche sind durchaus erwünscht", animierte der Sozialdezernent.

Als weiteres Thema kristallisierte sich im Verlauf der Diskussion die Vereinsmitgliedschaft für behinderte Menschen heraus. Einmütig stellten die Arbeitsgruppenteilnehmer fest, dass es durchaus zahlreiche Vereine gibt, in denen auch Behinderte gleichberechtigt mittun können; häufig fehlt aber der Mut und auch die Kenntnis, einen Anfang zu wagen. Auch hier bot sich erneut Volkmer als Vermittler an: Sowohl Vereine als auch Interessierte können sich bei ihm melden; als Kontaktperson möchte er Clubs und potenzielle Mitglieder zusammenbringen, die Behinderten bei ihrem ersten Besuch auch gerne begleiten.

Info: Volkmer hält an jedem zweiten und vierten Samstag im Monat von 10 bis 11 Uhr eine Sprechstunde im Bürgerbüro ab.

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe „Soziales Haßloch" ist für den 13. Juli, 17 Uhr geplant.

Quelle: DIE RHEINPFALZ, Mittelhaardter Rundschau, Dienstag, 06. Juni 2006

AG "Kinder- und jugendfreundliches Haßloch": Jugendliche sollen besser in das Gemeindeleben integriert werden

Job-Füchse, Streetworker und Musik für die Jugend

Die zweite Arbeitsgruppe, die aus dem „Bündnis für Familie" in Haßloch hervorgegangen ist, beschäftigt sich mit dem Thema „Kinder- und jugendfreundliches Haßloch". Im Mittelpunkt der Diskussion stand vor allem das derzeit ausbaubedürftige Freizeit-Angebot für die Haßlocher Jugendlichen, welches als Schlüssel für die Vermeidung teilweiser gesellschaftlicher Isolation ins Visier genommen wurde.

Florian Moser vom Jugendgemeinderat und Sprecher des Arbeitskreises sieht das so: „Die Jugendliche haben in Haßloch keinen festen Platz und keine Wahl, wo sie hin können. Deshalb gehen viele nach auswärts". Dabei stünde der Alkoholkonsum nicht im Vordergrund. Außerdem sei wenig Toleranz für Veranstaltungen für Jugendliche vorhanden, stellte Moser fest.

Die Ursache für die zurückgehenden Angebote erkennt die stellvertretende Leiterin vom Jugend- und Kulturhaus Blaubär darin, dass Kinder und Jugendliche keine Lobby haben. „Wenn in diesem Bereich Mittel gekürzt werden, gibt es kaum Proteste. Ganz anders dagegen im Seniorenbereich", sagt Edeltraud Höring.

Die jungen Familien blieben einfach weg, wenn sie sich etwas nicht leisten können, seien mit Beruf oder Hausbau beschäftigt. Genau an der nicht mehr ausreichenden familiären Betreuung knüpft auch Monica Hübner von der Kurpfalzschule mit ihrer Anregung an, die Jugendlichen mehr emotional einzubinden.

Die Konrektorin unterstreicht insbesondere die Gefahr, die Hauptschule zunehmend zu isolieren: „Die Jugendlichen geraten immer mehr an den Rand, sind gesellschaftlich nicht mehr so richtig integriert."

Sie fordert, die Bevölkerung in diesem Punkt zu sensibilisieren. Da lediglich 20 Prozent der Jugendlichen eine Lehrstelle gefunden haben, hält Hübner den zusätzlichen Einsatz von so genannten „Jobfüchsen" für sinnvoll, die eine Mischform zwischen Sozialarbeit und Arbeitsvermittlung praktizieren, indem sie vor Ort die Verbindung zwischen Schülern und möglichen Lehrstellen herstellen.

Florian Moser schlägt - um die drei verschiedenen Schultypen in Haßloch zusammen führen zu können - schulübergreifende gemeinsame Projekte vor.

Die Anwesenden waren sich einig, dass sowohl die Veranstaltung von Live-Musik alle sozialen Schichten und Jugendlichen verbinden könnte, als auch ein Raum gefunden werden muss, in dem „es nicht so darauf ankommt", in dem sich die Jugendlichen selbst etwas schaffen können.

Der Beigeordnete Jürgen Vogt zieht in Erwägung, das zum Verkauf stehende „Ascot" als Jugendkneipe zu reanimieren, und zusätzliche Streetworker an den Plätzen, an denen sich Jugendliche aufhalten, einzusetzen.


Info

Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe findet am Dienstag, 4. Juli, um 18 Uhr im Rathaus, Zimmer 10, statt.


Quelle: DIE RHEINPFALZ  Mittelhaardter Rundschau , Freitag,  09. Juni 2006

AG „Gesundheit in Haßloch" will Vernetzung

Lücken im Angebot entdecken

Die Arbeitsgruppe „Gesundheit in Haßloch" im lokalen „Bündnis für Familien" hat als ersten Schritt eine gemeinsame Erfassung aller Angebote im Großdorf aus dem Gesundheitsbereich beschlossen. Damit sollen am Ende des Jahre die Vernetzung aufgezeigt und die Lücken aufgedeckt werden können.

„Vom Umfang her müsste die Arbeitsgruppe Gesundheit in Haßloch" eine der größten werden", stellte Ursula Koob von der Nachbarschaftshilfe in der Gemeinde fest.

Um das gemeinsame Ziel zu erreichen, alle in Haßloch verfügbaren Angebote und Dienste aus dem Gesundheitsbereich flächendeckend erfassen zu können, wollen die jetzigen Mitglieder zusätzliche Mitstreiter gewinnen. Zu wenige Institutionen mit gesundheitlicher Intention haben Vertreter geschickt, um eine mittels Auflistung vollständige Auskunft zu erhalten, was der Bürger wo in Anspruch nehmen kann. Beispielsweise waren weder Ärzte noch Apotheker oder Kneipp-Verein und keine Selbsthilfegruppe vertreten.

Vielen Bürgern sei beispielsweise nicht bekannt, dass das Deutsche Rote Kreuz Beratung für psychisch Kranke anbiete, so der Sprecher des Arbeitskreises, Dieter Schumacher vom DRK-Ortsverein Haßloch-Meckenheim. Deshalb müssten als erstes die vielfältigen Angebote überschaubar gemacht werden. „Dazu zählen auch die Metzgereien, die fettreduzierte Würste (stattdessen beispielsweise mit Joghurt) anbieten, denn dieses sei auch gesundheitsförderlich, meinte Kuno Müller von der AOK Neustadt. „Vieles gehört in den Bereich Gesundheit, an das man nicht denkt", stellte die ehrenamtlich bei der Nachbarschaftshilfe Tätige Ursula Koob fest.

Dabei wollen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe bei Überschneidungen gegenseitig ergänzen, eine Vernetzung schaffen und daneben anhand der Bestandsaufnahme die Nischen entdecken, bei denen noch Handlungsbedarf besteht. Die aufgedeckten Lücken sollen sodann der Haßlocher Gemeindeverwaltung deutlich gemach werden.

Suse Schniz-Beck von der Suchtberatungsstelle Bad Dürkheim erhofft sich darüber hinaus, für ihre Präventionsarbeit in Haßloch zusätzliche Mitstreiter gewinnen zu können, um ihr hiesiges Arbeitsgebiet beleben und möglichst auch Neues kreieren zu können. (ird)

Quelle: DIE RHEINPFALZ , Mittelhaardter Rundschau, Freitag, 16. Juni 2006

„Elternbörse-Tag" angeregt

Beim ersten Treffen der Arbeitsgruppe „Eltern stärken in Haßloch" des lokalen „Bündnisses für Familien" wurde vereinbart, dass alle Einrichtungen einen Flyer über ihre Arbeit vorlegen mit dem Ziel, eine „Netzwerkkarte" zu erstellen. Überlegt wurde außerdem, einen „Elternbörse-Tag" in einer Schule oder auf dem Rathausplatz zu veranstalten, um eine Bedarfsanalyse zu erstellen beziehungsweise eine Projektpalette für Eltern anbieten zu können.
Festgehalten wurden außerdem Projekte, die bereits erfolgreich laufen: an der VHS Kurse wie „PEKiP" sowie „Knigge-Benimm-Kurse", beim Kinderschutzbund „Starke Eltern - starke Kinder". Ein zusätzliches Angebot sei vom CJD in Lambrecht mit dem Titel „Wie umarme ich einen Igel?" initiiert worden. Schließlich habe die Hebammenpraxis eine Praxisberatung für werdende Eltern im Programm. Für den Herbst plant der Jugendhof Haßloch einen Elternabend zu Themen wie „Pubertät", „Humor in der Erziehung" sowie „Regeln und Konsequenzen".

Das tweite Treffen wutde auf den 28.08. terminiert.