Haushalt des Forsstzweckverbandes ausgeglichen
„Wir sind froh darüber, den Haushalt des Forstzweckverbandes Haßloch/Böhl-Iggelheim/Gommersheim auch für das Jahr 2008 ausgleichen zu können“, betont Verbandsvorsteher Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld unter Verweis auf die wirtschaftlichen Vorteile eines Forstzweckverbandes.
Erstmals seit ihrem 34jährigen Bestehen hatte die Verbandsversammlung des Forstzweckverbandes Haßloch / Böhl-Iggelheim / Gommersheim am 15.12.2008 über einen Haushalt zu entscheiden, der nicht nach kammeralen, sondern nach kaufmännischen („doppischen“) Gesichtspunkten aufgestellt wurde. Eckpunkte dieses Haushaltes sind, dass er in den Erträgen und Aufwendungen ausgeglichen ist und 2008 keine Kredite aufgenommen werden müssen. Nach eingehender Diskussion und Erläuterung durch den Kämmerer der Gemeinde Haßloch, Herr Andreas Rohr, sowie dem Verbandsvorsteher Bürgermeister Ihlenfeld, wurde dieser Haushalt bei einer Stimmenthaltung einstimmig verabschiedet.
Für den neuen Haushalt wurden sogenannte Produkte definiert, wobei der Verband in der Hauptsache als „Dienstleister“ für die verbandsangehörigen Gemeinden Haßloch, Böhl-Iggelheim und Gommersheim tätig ist. In diesem Zusammenhang betonte der Verbandsvorsteher, Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld, dass die von diesen Gemeinden aufzubringende Verbandsumlage mit rund 271.000 € geringfügig unter dem Vorjahresniveau liegt. Der Verband selbst erwirtschaftet durch das Aufbereiten und den Verkauf von Brennholz rund 182.000 € und hat sich so im Laufe der vergangenen Jahre ein zweites Standbein geschaffen. Erklärendes Ziel ist es, das Brennholzangebot für die Bevölkerung der verbandsangehörigen Gemeinden auch zukünftig zu erhalten. Beim Forstzweckverband sind gegenwärtig zwei Revierförster und sechs Forstwirte beschäftigt, die die Gesamtwaldfläche von 2835,20 ha bewirtschaften. Auf die Gemeinde Haßloch entfallen davon 1439,9 ha. Es bleibt abzuwarten, wie der momentane Preisverfall im Bereich des Kiefernstammholzes und des Industrieholzes sich im kommenden Jahr direkt beim Verband bemerkbar machen wird.
Der Schuldenstand des Verbandes beläuft sich zum Jahresende auf rund 152.000 €, die abschließende Bewertung seines Anlagevermögens erfolgt im Laufe des Jahres 2009.