Volkstrauertag
Vertreter von Haßlocher Vereinen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger fanden sich zum diesjährigen Volkstrauertag auf dem Friedhof an der Bahnhofstraße ein, um der Toten der beiden letzten Krieg zu gedenken. Der Musikverein Haßloch und der Volkschor umrahmten feierlich diese Gedenkstunde.
Bürgermeister Ihlenfeld appellierte an die Anwesenden, die Gräueltaten des 2. Weltkrieges nicht zu vergessen und erinnerte an 70 Jahre Reichsprogromnacht. Angehörige auch der älteren Generation sollten dieses „Erinnern" nicht als Stigma begreifen, sondern als eine Chance für die Zukunft. Er zitierte Francesco Petrarca, der schon im 14. Jahrhundert mahnte, dass Habgier, Ehrgeiz, Neid, Wut und Stolz Feinde des ewigen Friedens sind.
Dekan Michael Janson brachte das Gleichnis vom reichen Großgrundbesitzer in Erinnerung, der auf Reisen geht und seinen Untergebenen seinen Reichtum anvertraut. Der Einsatz von „Talenten" auch als Mittel zum Ausgleich von Hass und Gewalt war ihm ein Anliegen.
Laura Kaiser, Sarah Weisenburger und Robin Viola, Schülersprecher und –vertreterinnen der Sophie-Scholl-Realschule, riefen dazu auf, weiterhin an der freiheitlichen Demokratie zu arbeiten.
Anschließend legten mehrere Gruppen und Abordnungen Kränze am Ehrenmal nieder.