Steinkauz-Schutzprogramm verzeichnet erste Erfolge
Das freut Vogelschützer Karl Streitel!
Nach jahrelangen Bemühungen brütet erstmals wieder ein Steinkauzpärchen auf der Haßlocher Gemarkung. Diese stark bedrohte Eulenart legte vier Eier, von denen jetzt drei Junge ausgebrütet wurden. Der Haßlocher Vogelschutzbeauftragte Karl Streitel ist zuversichtlich, dass sich in den kommenden Jahren das gezielte Anbringen von künstlichen Nisthilfen auszahlen wird und sich weitere Bruterfolge einstellen.
Erhaltung und Förderung des Lebensraums oberstes Ziel
Wenn die alten Bäume der Streuobstwiesen gerodet werden oder die Streuobstwiesen sogar ganz aufgelöst werden, wenn alte ländliche Schuppen und Gebäude verschwinden, wenn freie Ackerflächen immer intensiver genutzt werden, dann findet der Steinkauz keinen Lebensraum mehr und er wird aus diesen Gebieten verschwinden.„Durch diese veränderte Landnutzung hat sich die Population des Steinkauzes immer mehr reduziert und lässt sich nur durch solche geeignete Maßnahmen wieder zu neuem Leben verhelfen", appelliert Karl Streitel an die Erhaltung und Förderung des Lebensraumes. „Der Steinkauz verdient daher unseren vollen Schutz.; bei den alten Griechen galt er ja als Vogel der Weisheit", so der engagierte Vogelschützer. Der Steinkauz (Athene noctua) mit seinem kleinen Kopf und den hellgelben Augen wird nur bis zu 200 Gramm schwer und etwa 23 cm groß. Er ist tag- und nachtaktiv und im Flug an seinem recht kurzen Schwanz zu erkennen. Unter den kleinen Eulenarten ist er der bekannteste. Er jagt vorzugsweise in der Dämmerung und nachts auf große Insekten wie JKäfer und Grillen, aber auch auf Mäuse und ist aus diesem Grund überaus nützlich. Die jungen Käuze wurden jetzt von Bernd Hoos im Rahmen des NABU-Artenschutzprojektes beringt, um damit auch den Erfolg des Schutzprogramms zu dokumentieren.
















