Der Startschuss zur Erarbeitung eines gemeinsamen Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) für die Gemeinde Haßloch und die Verbandsgemeinde Deidesheim ist gefallen.
Die ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) hat ihre Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmebeginn erteilt und ein entsprechender Auftrag wurde an das Taurus-Institut an der Universität Trier vergeben. Die eingesetzte Steuerungsgruppe hat am 6. Mai erstmals getagt.
Dies teilten Bürgermeisterin Marion Magin (Verbandsgemeinde Deidesheim) und Bürgermeister Hans-Ulrich Ihlenfeld (Gemeinde Haßloch) mit. Bürgermeisterin Magin und Bürgermeister Ihlenfeld stellten erfreut fest, dass die Zusage trotz „großen Andrangs" erteilt worden sei. Die Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes für die gemeinsame Region im Bereich Mittelhaardt beinhaltet nach Auffassung der Bürgermeister große Chancen. Ziel des integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes ist es, Entwicklungsleitplanken für die Region zu ermitteln. Dazu werden zunächst die besonderen Stärken sowie Schwachpunkte der Region beleuchtet. Hierauf aufbauend werden unter Beteiligung der Bürgerschaft Projektideen entwickelt und nach Möglichkeit auch umgesetzt. Die Erarbeitung des Konzeptes wird in einer Höhe von 75 % bezuschusst und ist innerhalb von 12 Monaten fertig zu stellen.
In einer Besprechung mit dem beauftragten Taurus-Institut und dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) wurde die Zeitplanung festgelegt und die örtlichen Vertreter der Steuerungsgruppe benannt. Neben den Vertretern der Gemeinden sind dort das DLR, das Taurus-Institut, die Bauern- und Winzerschaft, die Landfrauen, die regionale Wirtschaft der Tourismus, sowie die Planungsgemeinschaft Metropolregion Rhein-Neckar vertreten. Am 6. Mai fand ein erstes Treffen der Steuerungsgruppe statt. In einer ersten Runde wurden Themen gesammelt und erörtert, die aus Sicht der Mitglieder der Steuerungsgruppe besonders wichtig für eine zukunftsfähige Entwicklung der Region sind. Genannt wurden beispielsweise die Vernetzung der Radwege, eine gemeinsame Gewerbeförderung, z.B. in Form eines Unternehmerstammtisches, die Frage des Beregnungsverbands, die Freiflächenplanung innerhalb des geplanten Landschaftsparks der Metropolregion Rhein-Neckar sowie Herausforderungen des demografischen Wandels. Die weitere Terminplanung sieht vor, noch vor der Sommerpause die Stärken und Schwächen der Region zu analysieren und diese im Rahmen eines Strategieworkshops zu diskutieren. Voraussichtlich im August soll die Bürgerschaft der beiden Gemeinden zu einer Auftaktveranstaltung unter Beteiligung des zuständigen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau eingeladen werden. 16. Mai 2008 gez. Marion MaginBürgermeisterin gez. Hans-Ulrich Ihlenfeld Bürgermeister