Stromsparen

Abschluss Kampagne Haßloch spart Strom & „Bürgerabend Solarstrom“  

Am Montag, den 20. Juli fand die Abschlussveranstaltung der Kampagne Haßloch spart Strom im Kulturviereck statt. Hauptgegenstand des Abends war das Thema „Strom aus Sonnenenergie“, das von den verschiedenen Referenten aus unterschiedlichen Seiten beleuchtet wurde. Weitere Höhepunkte bildeten die Verlosung der Mitmach-Preise und die Verleihung einer Urkunde für die Teilnahme an der Aktion „Unser Dorf spart Strom“.

Der Beigeordnete Ralf Trösch begrüßte in Vertretung für den abwesenden Umweltdezernenten Dieter Schuhmacher die Gäste und führte ein in einen Abend mit interessanten Vorträgen, die die Solarstromerzeugung und –nutzung aus Sicht eines Fachbetriebs, eines Privatanwenders und aus der Perspektive der Energieagentur Rheinland-Pfalz darstellten. Herr Decken von der Energieagentur Rheinland-Pfalz hatte bereits bei der Eröffnungsveranstaltung von „Haßloch spart Strom“ den Zuhörern erläutert, dass durch verschiedene Klein- bzw. Sofortmaßnahmen und durch den Neukauf von energieeffizienten Elektrogeräten die Stromrechnung halbiert werden kann. Nun zeigte er, dass der verbliebene Teil der Stromrechnung sich durch die Sonne bzw. die Sonnenenergienutzung finanzieren lässt. Herr Decken schilderte in seinem Vortrag die Auswirkungen von Gesetzesänderungen, insbesondere der EEG-Reform, auf die Solarstromerzeugung und deren (Re-) Finanzierung. Er stellte jedoch klar, dass sich trotz dieser Änderungen für die meisten Eigenheimbesitzer die Installation einer Photovoltaikanlage lohnt. „Lohnen“ bezieht sich hier nicht nur auf den wirtschaftlichen Aspekt, sondern auch auf die Unabhängigkeit von Energieimporten, die unbegrenzte und sichere Erzeugung von Solarstrom sowie auf den damit geleisteten Beitrag zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen.

Auch die anderen Referenten bezogen sich in ihren Ausführungen auf die Gefahren für die natürlichen Lebensgrundlagen aus der Nutzung fossiler Energieträger bzw. der Atomkraft und die im Vergleich hierzu wesentlich vorteilhaftere sowie inzwischen zum Teil sogar schon preisgünstigere Nutzung der Solarenergie.

Herr Prenzel stellte dies aus Sicht eines Privatanwenders und Energiepioniers dar. Er erläuterte in seinem Vortrag anschaulich die Konzeption seiner Photovoltaik- und Solarthermieanlage, die speziell angepasst an die Gegebenheiten seines Hauses geplant und in das bereits bestehende Heizungssystem integriert wurden. Auch die Finanzierung sowie das schlussendliche wirtschaftliche Ergebnis wurden gut nachvollziehbar dargestellt. Herr Prenzel betonte in seinem Vortrag, dass jeder in den Genuss der Vorteile der „Sonnennutzung“ kommen kann, unabhängig davon, ob er ein Haus besitzt oder ein Mieter ist bzw. ob er über viel Eigenkapital verfügt oder sich die notwendigen finanziellen Mittel bei einer Bank leihen muss. Jeder könne seinen Beitrag leisten.

Wie sich das insbesondere für Wohnungsmieter und Wohnungseigentümer umsetzen lässt, zeigte Herr Wolfgang Müller vom Solar-Info-Zentrum. Er stellte ein sog. „Plug-In-Solarmodul“ vor, das sein  Unternehmens konzipiert hat und anbietet. Das Modul überzeugte auch Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, die zwei dieser Module für ihr Ministerium beschafft hat und neuerdings in Mainz  zu bestaunen sind. Herr Müller veranschaulichte  anhand vieler Praxisbeispiele die Nutzung der „Plug-In-Solarmodule“, die moniert z.B. am Balkongeländer, ebenso Nicht-Dachbesitzern die Möglichkeit geben, eigenen Solarstrom zu produzieren. Weiterhin zeigte er, wie mit verschiedensten Speichermodulen auf der Basis sowohl von Blei- als auch Lithiumakkus die Chance entsteht, die wirtschaftlich besonders interessante Eigenverbrauchsrate von Solarstrom deutlich zu steigern. Er betonte dabei, dass sich durch die Entscheidung für technisch besonders hochwertige Lithiumakkus auf der Basis von Eisenphosphat die in der Vergangenheit immer wieder diskutierte Brandgefahr sich wirksam einschränken lässt.  

Die vielen Fragen zu den Vorträgen sowie die intensiven Gesprächen im Nachgang der Veranstaltung machen deutlich, dass die Veranstaltung den Nerv getroffen hat und  noch viel Informationsbedarf bei den Haßlocher Bürgern besteht. Mit der Kampagne Haßloch spart Strom wurde mit ihren vielfältigen Veranstaltungen und Aktionen zumindest ein Teil dieses Informationsdurstes gestillt. Herr Weitz resümierte in einem kurzen Statement den Verlauf der Kampagne und bedankte sich bei allen beteiligten Akteuren.

Zu Beginn der Kampagne bestand für Haßlocher Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich an der sog. „Mitmachaktion“ zu beteiligen. Bei einer formellen Beteiligung an der Aktion verpflichteten sich die Teilnehmer, nach Stromeinsparmöglichkeiten in ihrem Haushalt zu suchen und beim Neukauf von Elektrogeräten auf besondere Energieeffizienz zu achten. Beigeordneter Ralf Trösch und der Sprecher des Klimaschutzbeirats, Christoph Weitz losten am Ende der Veranstaltung die Gewinner aus. Freuen konnten sich Herr Heitz (1. Platz) und Herr Füßer (2. Platz) über Gutscheine für energieeffiziente Geräte, einzulösen bei zwei Haßlocher Fachgeschäften. Ebenso konnte dies Frau Freidl-Zercher vom Klimaschutzbeirat (3. Platz), die ihren Preis an bedürftige Familien spendete und sogleich an den Sozialdezernenten Ralf Trösch weitergab. Weiterhin gab es zehn Preisträger, die nun für einen kleineren Betrag LED-Leuchtmittel einkaufen dürfen.

Beigeordneter Ralf Trösch bedankte sich mit einem Weinpräsent bei den Referenten bzw. einem Blumenstrauß  für Frau Scholtissek von der regionalen Energieagentur Rheinland-Pfalz. Abschließend erhielt die Gemeinde -stellvertretend für alle Beteiligten- eine Teilnahmeurkunde von der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Haßloch spart Strom - Themenabend „Sparsame Heizungspumpe“ 23. Juni 2015

Auf dem Themenabend zur Heizungspumpe im Rahmen der Kampagne Haßloch spart Strom hatten die interessierten Besucher die Möglichkeit sich umfangreich über das Thema Energiesparen und Stromkosten senken bei den Heizungspumpen zu informieren. Die Einsparmöglichkeiten in diesem Bereich wurden anschaulich durch eine Ausstellung der AG Effiziente Heizsysteme des Klimaschutzbeirates und durch einen Vortrag von Herrn Knoll, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz dargestellt. Eine attraktive Möglichkeit den Heizungspumpenaustausch zu finanzieren brachte Herr Schäfer von den Gemeindewerken den Zuhörern nahe.

Ein wunderbar informativer Abend mit praktischen Tipps für Bürger jeglichen Wissenstands in diesem komplexen Thema“,  konstatierte Dieter Schuhmacher, Umweltdezernent. „Die vielen Fragen in der intensiven Diskussion nach dem Vortrag zeigen, wie viel Informationsbedarf über Heizungspumpen und Heizungen im Allgemeinen noch besteht“ stellte Christoph Weitz, Sprecher des Klimaschutzbeirates fest.

Gleich im Eingangsbereich der Schillerschule war die Ausstellung des Klimaschutzbeirates aufgebaut. Hier erhielten die Besucher direkt einen Einstieg in das Thema. Für detailliertere und weiterführende Informationen waren zahlreiche Flyer und Broschüren zum Mitnehmen bereitgelegt. Die größte Aufmerksamkeit zog ein Demo-Objekt auf sich, bei dem man in Echtzeit den Verbrauch und die Durchflussmenge einer alten, mehrstufig regelbaren Heizungspumpe im Vergleich zu einer neuen Hocheffizienzpumpe sehen konnte. Erstere hatte einen deutlich höheren Stromverbrauch unabhängig davon in welcher Stufe diese lief bzw. in welcher Stellung das Thermostatventil eingestellt wurde. Letztere passt sich direkt den Erfordernissen des aktuellen Leistungsbedarfs an und spart so im erheblichen Umfang Energie ein und senkt damit die Stromkosten nachdrücklich.

Diese Erkenntnisse wurden im Vortrag von Herrn Knoll mit praktischen Beispielen untermauert. Er ging weiterhin auf die technischen Varianten und die gesetzlichen Grundlagen von Heizungspumpen ein. Darüber hinaus zeigte er, wie wichtig die Durchführung eines sog. hydraulischen Abgleichs und die richtige Einstellung der Heizungskurve sind, wenn man die Einsparmöglichkeiten bei einer Heizungsanlage ausschöpfen möchte. Er betonte, dass sich nicht nur Energie und Geld durch die korrekten Einstellungen einsparen lassen, sondern sich auch der Wohnkomfort steigern lässt. „Wussten Sie, dass pfeifende Thermostatventile ein Zeichen für eine falsche Einstellung Ihres Heizsystems sind? Mit einem hydraulischen Abgleich lässt sich dies beheben“ – so Friedrich Knoll von der Verbraucherzentrale.

Das Heizungspumpenaustauschprogramm der Gemeindewerke Haßloch GmbH bietet dem Kunden die Möglichkeit, sich eine neue Hocheffizienzpumpe einbauen zu lassen und diese über einen jährlichen Ratenbetrag zu finanzieren. Die eingesparten Stromkosten decken einen großen Teil dieser Summe ab.

 

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Johannes Heberle

Klimaschutzmanager

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Umweltbeauftragter

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