Beratung & Fördermittel

Wenn Sie sich für den Klimaschutz in Ihrem privaten Umfeld einsetzen möchten oder schlicht vor Sanierungsmaßnahmen stehen und Geld sparen möchten, gibt es für Sie die Möglichkeit an unterschiedlicher Stelle sich zu informieren. Vor größeren Sanierungen ist es ratsam sich hinsichtlich energetischen Maßnahmen beraten zu lassen.

Dafür können sie Energieberater engagieren, sich zunächst bei der Beratungsstunde der nächsten Verbraucherzentrale informieren oder direkt im Internet recherchieren. Neben den erforderlichen technischen Informationen werden Sie hier auf die unterschiedlichen Fördermittel aufmerksam gemacht. Jede Maßnahmen in Ihrem Wohnung oder Ihrem Haus sollte im Einzelnen auf Tauglichkeit, Einsparung, Wirtschaftlichkeit, Förderung und Umsetzbarkeit überprüft werden. Hier sind für Sie unterschiedliche Verknüpfungen zum Thema aufgeführt:

Energieeffizienz-Experten

Energieberatung Rheinland-Pfalz

BMWi: Förderdatenbank

Energieagentur Nordrhein-Westfalen: Förder.Navi

Kostenlose Energie-Checks der Verbraucherzentrale für Haßlocher Bürger

Bis Ende des Jahres: BürgerInnen werden bei privater Energie-Optimierung unterstützt

Seit dem Beginn der Energiewende liegt es im Trend, auch im privaten Haushalt den Energieverbrauch zu optimieren. Mit teils einfachen Maßnahmen können Verbraucher so etwas für den Klimaschutz und zugleich für ihren Geldbeutel tun. Oft scheitert die Umsetzung jedoch am fehlenden Wissen. Wer dem ein Ende bereiten will, kann sich an die Verbraucherzentrale oder das Umweltbüro der Gemeinde Haßloch wenden.

Die Verbraucherzentrale unterstützt mit ihrer Energieberatung Hausbesitzer und Mieter mit vier verschiedenen Energie-Checks direkt vor Ort. In der Gemeinde Haßloch erfahren Verbraucher zudem eine besondere Unterstützung: Die Energie-Checks der Verbraucherzentrale sind hier bis zum Ende des Jahres kostenlos. „Nutzen Sie diese Gelegenheit und lassen sie sich checken“, rät Umweltdezernent Dieter Schuhmacher.

Basis-, Gebäude-, Heiz-, und Solarwärme-Check heißen die vier Arten des Energie-Checks der Verbraucherzentrale für Mieter und Hausbesitzer.

Der Basis-Check kann bei allen Privathaushalten durchgeführt werden. Aufgenommen und bewertet wird dabei der Energieverbrauch für Strom und Heizung. Überprüft wird auch, ob Stromfresser vorhanden sind und welche kleineren Maßnahmen, wie Austausch von Fensterdichtungen oder Dämmung von Heizkörpernischen sinnvoll sind.

Im Gebäude-Check ist der Basis-Check bereits enthalten. Darüber hinaus schaut sich der Berater die Gebäudehülle sowie die Heizungsanlage an. Auch die Nutzbarkeit des Gebäudes für erneuerbare Energien wird geprüft. Dieses Angebot richtet sich an Hausbesitzer.

Für alle Verbraucher die sich in der Vergangenheit bereits Solaranlagen für Warmwasser und zur Heizungsunterstützung aufs Dach gesetzt haben, eignet sich der Solarwärme-Check. Bei diesem überprüfen die Verbraucherschützer die Energieausbeute und das Optimierungspotential der Anlagen.

Der vierte kostenlose Energie-Check für alle Bewohner der Gemeinde Haßloch ist der sogenannte Heiz-Check. Dieser wird im Betrieb der Anlage während der Heizperiode durchgeführt. Die Energie-Experten der Verbraucherzentrale kontrollieren dabei die Effizienz des Heizsystems und geben Tipps zur Optimierung.

Dieser bietet sich insbesondere an, sobald die kälteren Jahreszeiten sich nähern und damit die alljährliche Heizperiode beginnt. Die Energie-Experten der Verbraucherzentrale kontrollieren dabei die Effizienz des Heizsystems und geben Tipps zur Optimierung.

Das Bundeswirtschaftsministerium übernimmt einen Großteil der Kosten, so dass der Eigenanteil je nach Energie-Check bei 10 bis 40 Euro liegt. Der Eigenanteil wird bis Ende des Jahres von der Gemeinde Haßloch übernommen.

Anmeldungen für die Energie-Checks werden telefonisch entgegen genommen. Bei der Verbraucherzentrale unter 0800 / 60 75 600 oder beim Klimaschutzmanager der Gemeinde Haßloch unter 06324 / 935 330.


Die private Energiewende - Wie geht das?

Die Gemeinde fördert ab sofort durch Zuschüsse die Energieberatung für Wohngebäude. Auf Anregung des Klimaschutzbeirats übernimmt die Gemeinde Haßloch den Eigenanteil bei Energieberatungen durch die von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz angeboten Energiechecks und gibt einen Zuschuss bei Inanspruchnahme eines Förderprogramms der KFW oder der BAFA „Vor-Ort-Beratung“. Unter dem Motto „Die private Energiewende - wie geht das?“ hatte die Gemeinde Haßloch am  23.06.2016 eingeladen, um über Möglichkeiten, Strategien, Fördermittel und Beratungsangebote für die persönliche Energiewende im Bereich Wohnen zu informieren. Die Eröffnungsansprache hielt Beigeordneter Dieter Schuhmacher, der die anwesenden Gäste und die Referenten begrüßte. Er freute sich, weil trotz der heißen Witterung entgegen der Erwartungen einige Bürger den Weg in den Ratssaal gefunden hatten.

Energie im Haushalt – ein Überblick

Den inhaltlichen Start übernahm Frau Carmen Strüh, Beraterin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V. mit dem Vortrag „Energie im Haushalt – ein Überblick“. Sie verdeutlichte, dass leider sehr wenige Eigenheimbesitzer über die spezifischen Verbräuche ihres Eigenheims informiert sind, während die meisten doch eine ziemlich genaue Vorstellung von den Spritverbräuchen ihres Autos hätten. Sie forderte die Anwesenden auf, dies zu ändern und sich zu informieren. Frau Strüh veranschaulichte dies anhand zweier Folien:

Anschließend rechnete sie vor, welche Einsparungen sich erzielen lassen, wenn man bereit ist, die energetischen Defizite des Eigenheims anzugehen. Abschließend stellte Frau Früh die verschiedenen Energieberatungschecks vor, die die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V. anbietet (siehe unten).

So gut wie neu – oder besser? – Beispiel eines sanierten Wohnhauses

Mit ihrem Vortrag „So gut wie neu – oder besser? - Beispiel eines sanierten Wohnhauses“ zeigte Frau Nicole Siepe, Architektin und Energieberaterin, an einem konkreten Beispiel, welche Maßnahmen an einem bestimmten Gebäude sinnvoll seien können und wie sich das Ergebnis anschließend architektonisch, von den Energieverbräuchen und den Kosten her darstellt. Durch Austausch der Fenster und Außentüren, Dämmung der Fußböden, der Dachgeschoßdecke und der Außenwände sowie Erneuerung der Haustechnik gelang es, bei dem vorgestellten Projekt, den Endenergiebedarf von ca. 310 kWh/m² im Jahr auf ca. 45 kWh/m² im Jahr zu senken. Die effektiven Kosten für den Anteil der energetischen Sanierung des Objektes betrugen ca. 58.000 € abzüglich ca. 17.000 € Fördermittel.

Förderung der Energieberatung durch die Gemeinde Haßloch

Umweltbeauftragter Michael Müller informierte anschließend über die 3 neu geschaffenen Möglichkeiten, sich eine persönliche Energieberatung durch die Gemeinde Haßloch fördern zu lassen:

  1. Die Übernahme des Eigenanteils bei Inanspruchnahme einer der von der Verbraucherzentrale RLP angebotenen Energiechecks in Höhe von 10 bis 40 €:
      • Basis-Check zur Analyse des Stromverbrauchs, des Heiz- und des Lüftungsverhaltens - auch für Mieter geeignet
      • Gebäude-Check zur Analyse des Heizenergie- und Stromverbrauchs sowie der Gebäudehülle und der Heizungsanlage – in erster Linie für Gebäudeeigentümer gedacht
      • Heiz-Check zur technischen Analyse des Heizungssystem vor Ort
      • Solarwärme-Check zur technischen Analyse der thermischen Solaranlage vor Ort.
    1. Die Übernahme einer Kostenbeteiligung in Höhe von 50 € bei Inanspruchnahme eines der Förderprogramme der KFW (www.kfw.de), bei der die Bestellung eines Energieberaters zwingend erforderlich ist oder empfohlen wird (z.B. Energieeffizient Sanieren – Kredit oder Sanierungszuschuss; Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit für den Einbau einer neuen Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien; Energieeffizient Bauen und Sanieren - Zuschuss Baubegleitung).

    2. Die Übernahme einer Kostenbeteiligung in Höhe von 50 € bei Inanspruchnahme der vom  Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (www.bafa.de) geförderten „Vor-Ort-Beratung“.

    Die Anmeldung für die Energie-Checks der Verbraucherzentrale kann telefonisch bei der

    • Verbraucherzentrale unter 0800 - 60 75 600 oder beim
    • Klimaschutzmanager, Herrn Heberle unter 935 - 330 oder beim
    • Umweltbeauftragten Herrn Müller unter 935 – 271

    erfolgen. Für Haßlocher Bürger wird der Eigenanteil automatisch übernommen, solange Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.

    Die Beantragung der Zuschüsse für die Energieberatungen im Rahmen  der KFW-Förderprogramme sowie der Vor-Ort-Beratung der BAFA müssen vorab beim

    • Klimaschutzmanager, Herrn Heberle unter 935 - 330 oder beim 
    • Umweltbeauftragten Herrn Müller unter 935 – 271

    angemeldet werden. Wenn ein Nachweis über die erbrachte Leistung des Energieberaters vorliegt, kann die Auszahlung des Zuschusses beantragt werden. Zuschüsse werden gewährt, solange entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung stehen.


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