Mühlenwanderweg

Mühlenrundwanderweg

Eine romantische Tour durch Haßlochs angenehmes Waldwandergebiet verspricht der Mühlenwanderweg. Auf rund 24 Kilometern erzählen sechs gut erhaltene und heute noch zum Teil bewirtschaftete Mühlen ihre Geschichte. Die Entdeckungstourauf hervorragend ausgebauten und stets flachen Wegen, die sowohl zum Wandern als auch zum Radfahren einlädt, beginnt und endet am Vogelpark. Von dort führt der Weg Richtung Eichelgarten.

Versteckt hinter den Weidenbäumen des Fohlenhofes am Rehbach verbirgt sich die Neumühle.

 


 Sie wurde 1608 erstmals erwähnt, stammt jedoch möglicherweise aus dem späten Mittelalter. Die Neumühlefiel in kürzester Zeit dreimal dem Feuer zum Opfer, das letzte Mal 1936. Direkt bei der Mühle befand sich früher die Haßlocher Badeanstalt. Der Mühlenbetrieb wurde 1972 eingestellt und wird seitdem ausschließlich privat genutzt.

 

Nach dem Eichelgarten und vorbei am Platz der Schäferhundefreunde eröffnet sich der Blick auf die Sägmühle.

 


 Als Besitz des Hochstiftes Speyer wurde die Sägmühle Ende des 13. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Derursprüngliche Name „Röthmühle“ vom Färbemittel „Röth“, das aus den Wurzeln von „Krapp“ gewonnen wurde, weist auf die damalige Bestimmung der Mühle hin. Der Mahlbetrieb wurde 1971 eingestellt. Seit 1983 erzeugt eine Turbine Strom. Das renommierte Hotel und Restaurant erhielten nach dem Umbau 1989 ihre geschmackvollen Räumen in der alten Mühle. Für eine kleine oder auch ausgiebige Rast bietet sich das schöne Ambiente der Sägmühle mit ihrem stilvollen Interieur und dem hübschen innen liegenden Hof an, der für die pfälzischen Mühlen charakteristisch ist.

 

Der Mühlenwanderweg führt nun am Waldrand entlang des Gasthauses Hubertushof, vorbei am Gewerbegebiet Süd zur Obermühle.

 


Die Obermühle wurde 1745 als Ergänzung zu den bestehenden Mühlen erbaut, denn durch das Bevölkerungswachstum im 18. Jahrhundert konnten diese die angelieferten Getreidemengen nicht mehr bewältigen. Die Obermühle wurde im Jahr 1936 stillgelegt. Noch heute gibt es den Mühlkanal mit seinem Wehr, eingefasst von wuchtigen Sandsteinquadern. Seit 2003 wird die Mühle als Reit- und Therapiezentrum genutzt.

 

Zur Pfalzmühle, dem nächsten Ziel des Wanderweges, führen zwei schöne Wege – einer am Waldrand entlang und einer durchs Feld.

 


 

Die Pfalzmühle stammt aus dem Jahr 1840.Da sie nicht unmittelbar am Rehbachliegt, wurde von dort aus ein Mühlgraben zum Antrieb der Turbine gezogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Pfalzmühle überwiegend der Viehwirtschaft. Der Mahlbetrieb wurde 1964 gänzlich eingestellt. Seit 1969 werden auf dem Gelände der Pfalzmühle Pferde gezüchtet und ein Reiterhof unterhalten. Im idyllisch gelegenen Reiterstübchen lässt sich herrlich eine Rast genießen.

 

Auf dem ausgeschilderten Radweg Richtung Speyer führt der Mühlenwanderweg über die Lachen-Speyerdorfer-Straße den Erbsengraben entlang bis zur Fronmühle.

 


Bereits im 13. Jahrhundert wurde die traditionsreichste der Haßlocher Mühlen im Besitzverzeichnis des Klosters Weißenburg erwähnt. Die am Speyerbach gelegene Fronmühle ist die älteste mit Wasserkraft betriebene Mühle in Haßloch. Der Betrieb wurde erst vor wenigen Jahren eingestellt. Das mehr als hundert Jahre alte Wirtshaus, das ehemals für Mühlenkunden eröffnet wurde, lädt heute als Fronmühle zur Rast.

 

Der Weg zur Aumühle folgt sechs Kilometer dem Verlauf des Speyerbachs. 


Die Aumühle wurde im Jahr 1858 erbaut. 1932 zerstörte ein Feuer das schöne Anwesen. Nach ihrem Wiederaufbau wurde der Mühlenbetrieb nicht wieder aufgenommen. Seit 1986 dient ein unterschlächtiges Mühlrad zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf. Mühlenromantik und die ausgesprochen schöne Lage lassen den Wanderer in der Aumühle verweilen.

 

Der letzte Abschnitt des Mühlenwanderwegs führt am ersten Waldweg links zum Wohlfahrtspfad, an der Neumühler Richtstelle vorbei und endet am Vogelpark, der einen Besuch lohnt.

Eine Wegbeschreibnung zum downloaden finden Sie hier